Billag (Radio- und Fernsehgebühren)

Ebenso werden hier Umfragen vor Abstimmungen durchgeführt.

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Billag (Radio- und Fernsehgebühren)

Beitrag von admin »

habe gar nicht gewusst, dass das eine Tochter der Swisscom ist, somit ist auch das geizig-gieriges Verhalten zu erklären, oder ist das eine Geadankensumnachtung vom Bund?

Die Konsumentenzeitschrift saldo in der Ausgabe 7/04 vom 14. April 2004 hat geschrieben:Wer ein Radio- oder ein TV-Gerät besitzt, zahlt Gebühren. Jetzt will die Billag auch PC-Benutzer zur Kasse bitten.

Schlechte Nachrichten für PC-Besitzer. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und die Swisscom-Tochter Billag wollen eine neue Einnahmequelle erschliessen. Wer einen PC sein Eigen nennt, soll ab sofort Radiogebühren bezahlen. Die Billag ist für das Inkasso der Radio- und Fernsehgebühren zuständig.

Fast jeder PC-Besitzer könnte heute übers Internet Radio hören. Ob er das aber auch wirklich will, ist eine andere Frage: Die entsprechenden Programme wie Real- oder Mediaplayer werden den Kunden heute aufgedrängt - sie sind beim Kauf eines Geräts im Preis meistens inbegriffen.

Für Billag-Sprecher Jonny Kopp spielt das keine Rolle. Das Gesetz stufe jedes empfangsbereite Gerät als gebührenpflichtig ein. «Wer kein Radio besitzt und die Programme via PC empfängt, muss sich trotzdem anmelden», behauptet er. Bakom-Sprecher Bernhard Bürki spricht von «seltenen Fällen» - die meisten Leute hätten ja zu Hause ein gebührenpflichtiges Radiogerät.

Nur: In vielen Unternehmen stehen weder Radios noch TV-Apparate - dafür Computer, und zwar nur zum Arbeiten! Bürki: «Firmen, welche die entsprechende Software sperren lassen, sind von der Gebührenpflicht befreit.»

Für Hans Ruedi Schmid, Chef der saldo-Rechtsberatung, gehen Bakom und Billag ganz klar zu weit: «Wenn via Internet schwarze Socken angeboten werden, muss ich diese auch nur bezahlen, sofern ich sie bestellt habe.» Das Gleiche gelte auch für den Empfang von Radioprogrammen. Fazit: Wer mit dem PC nicht Radio hört, muss nichts bezahlen.


Zitat mit Genehmigung von Saldo. Hier gehts zum originalartikel.



auf billag.ch kann man nachlesen, für was man eigentlich bezahlt. FAQ


Die politischen Fragen

12. Wofür werden die Empfangsgebühren verwendet ?
Mit dem grössten Teil der Empfangsgebühren werden die Programme der SRG SSR idée suisse finanziert (Service Public). Weiter erhalten lokale Radio- und Fernsehveranstalter einen Beitrag, wenn sie einen wesentlichen Informationsauftrag erfüllen und sich nicht ausschliesslich durch Werbung finanzieren können. Ausserdem werden die Ausgaben für die Frequenzverwaltung (BAKOM) und die Kosten für das Inkasso der Empfangsgebühren (Billag) gedeckt.


also, wenn ich gelegentlich einen "reinen" internetradio höre, warum sollte ich dann etwas bezahlen? die swisscom verdient schon an meinem adsl-anschluss und der bund hat mit einem radio aus hawaii oder von der tschechei über internet nichts zu tun.


Fragen zu diversen Aspekten der Gebührenpflicht


15. Muss ich auch Gebühren zahlen, wenn ich das Fernsehgerät nur als Monitor für Videos und / oder Computerspiele benutze ?
Wenn das Gerät technisch in der Lage ist, Programme zu empfangen, sind Sie melde- und gebührenpflichtig. Es reicht nicht, die Antenne abzuhängen oder das Gerät nicht an das Kabelnetz anzuschliessen. Nur wenn keinerlei funktionierende Antenneninfrastruktur (Satellitenspiegel, Zimmerantenne oder Kabelnetzanschluss) vorhanden ist, besteht für das Fernsehgerät keine Meldepflicht.


16. Warum muss ich Gebühren zahlen, wenn ich nur ausländische Programme mit der Satellitenschüssel konsumiere ?
Die Gebühr ist dem Bund dafür geschuldet, dass Programme empfangen werden. Welche Programme auf welchem Wege empfangen werden, spielt dabei keine Rolle (vgl. Frage 3 ).

ich verstehe die welt nicht mehr, wie wäre es mit:

ich könnte auch für ein stück autobahn zwischen bern und zürich eine gebühr erheben, ist ja auch nicht mir.


17. Ist in der Fernsehgebühr auch das Radio eingeschlossen ?
Nein, die Melde- und Gebührenpflicht besteht für Radio und Fernsehen separat. Wenn Sie Radio und Fernsehen besitzen, müssen Sie sich für beide Medien anmelden. Gebührentabelle.

ist ja auch schöner, zweimal zu verdienen. 450.--/Jahr/Haushalt)


20. Muss ich das Autoradio bei der Billag anmelden ?
Der Empfang von Radioprogrammen ist melde- und gebührenpflichtig auch wenn dafür nur ein Autoradio benützt wird. Ist der Haushalt jedoch bereits angemeldet, so gilt das Autoradio der Bewohner ebenfalls als angemeldet.

jaja, und wo bekommt man ein autocdplayer? will ja nur musik hören und keine kostenpflichtige werbung

24. Wir sind Mieter und bezahlen für Radio und Fernsehen schon mit den Mietnebenkosten. Warum müssen wir auch noch Billag Empfangsgebühren bezahlen ?
Viele Vermieter ziehen die Kosten für den Anschluss ans Kabelnetz mit den Mietnebenkosten ein. Der Kabelnetzanschluss und die Empfangsgebühren haben jedoch nichts miteinander zu tun.

wenn ich das nicht nutze, kann ich dann von der vermieterin das geld zurückfordern?


kleinen Tip noch an die billag

es gibt auch schon handies mit radio. na? klingelts?
Zuletzt geändert von admin am 07.01.2005, 21:04, insgesamt 3-mal geändert.
schnuesibuesi
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Beitrag von schnuesibuesi »

tz tz tz..ist doch frech wie die einem abzocken moechten.
ich zahle nur tv-gebuehren, da ich wirklich nie radio hoere...hoechstens im geschaeft.....
LG
Schnüsibüsi
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spiff
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Beitrag von spiff »

Tatsächlich eine absolute Frechheit, da kann man nur hoffen dass es nicht soweit kommt! Ich nutze Internetradios inzwischen recht oft, diese stammen bei mir aber aus den USA oder Norwegen. Da hat die Billag wirklich nichts verloren. Schweizer Sender höre ich, wenn nötig, dann doch lieber über den "guten alten" Radio, und diesen bezahle ich bereits schon...

Gruss
--{spiff}--
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iolaos
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Beitrag von iolaos »

Absolute Frechheit

Schon oft habe ich mich bei Bakom, Billag, DRS3 usw. über die Frequenzvergaben in der Schweiz beschwert, da mitlerweile alle zugelassenen Radiostationen nach dem gleichen Konzept Musik ablassen - 70er, 80er und 90er Jahre, aber ja keine aktuelle Musik, möglich viel dummes Geschwätz und viel Werbung.
Habe immer nur Antworten erhalten, dass ich mich als Minderheit der Mehrheit zu beugen habe und weiterhin die vollen Gebühren für den Sch**** zu bezahlen habe.

Wenn ich via Internet "Radio" höre (sprich Musik höre) dann nur dort wo meine Musik läuft und kein einziges Wort gesprochen wird - kann also unmöglich was mit Bakom, Billag, DRS3 und allen privaten Werbesendern zu tun haben. Somit würden die PC-Gebühren niemals dort landen wo ich auch eine Dienstleistung in Anspruch nehme.

Die ganze Aktion ist absolut lächerlich. Zudem haben alle Firmen mit PCs nichts Besseres zu tun als dafür zu sorgen, dass via Arbeits-PCs keine Gebührenpflichtigen Radioprogramme gehört werden.

Gier macht erfinderisch - hier noch ein Vorschlag für diese Billag-Typen:
Jeder der ein Auto kauft muss demnach in Zukunft automatisch auch Radiogebühren bezahlen da diese Geräte ja im Auto eingebaut sind. Oder beim Kauf eines portablen Radios welches dann ja ev. auf der Arbeit zum Einsatz kommt.

Mein Lösungsvorschlag:
Da fast in jedem Haushalt ein TV-Gerät steht währe die einzige sozial verträgliche Lösung: Radiogebühren abschaffen, TV-Gebühren anheben und jedem Haushalt verrechnen.
Dann kann jeder Radio hören via Kabel, Luft, Satellit, PC usw. und dies in der Wohnung, auf der Arbeit, im Auto, auf dem Motorrad, beim Joggen oder wo auch immer.
Zuletzt geändert von iolaos am 16.05.2004, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von admin »

iolaos hat geschrieben:...Gier macht erfinderisch - hier noch ein Vorschlag für diese Billag-Typen:
Jeder der ein Auto kauft muss demnach in Zukunft automatisch auch Radiogebühren bezahlen....
das ist leider keine zukunfstmusik. das ist heutiges "gesetz".

ich habe mich erkundigt, da ich ein autoradio besitze mit mp3 player. und es gibt nun mal keine auto'radios' ohne radio? also muss ich die antenne abschrauben, dann muss ich keine gebühren bezahlen.
20. Muss ich das Autoradio bei der Billag anmelden ?
Der Empfang von Radioprogrammen ist melde- und gebührenpflichtig auch wenn dafür nur ein Autoradio benützt wird. Ist der Haushalt jedoch bereits angemeldet, so gilt das Autoradio der Bewohner ebenfalls als angemeldet.
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iolaos
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Beitrag von iolaos »

So ist es.

Dachte an den Fall, wenn jemand keinen Festnetzanschluss hat (keine Radiogebühren bezahlt), dann ein Auto mit Radio kauft und somit zum Schwarzhörer wird.
Darum ging mein Vorschlag dahin die Gebühren automatisch beim Autokauf zu erheben.
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Beitrag von rhiannon »

iolaos hat geschrieben: Mein Lösungsvorschlag:
Da fast in jedem Haushalt ein TV-Gerät steht währe die einzige sozial verträgliche Lösung: Radiogebühren abschaffen, TV-Gebühren anheben und jedem Haushalt verrechnen.
da hätten aber viele haushalte die bewusst keinen fernseher haben aber gar keine freude!
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iolaos
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Beitrag von iolaos »

So ist es.
Diese Leute müssten dann halt in den sauren Apfel beissen und die Gebühren solidarisch mittragen.
Denn auch Heute könnte man sagen: "Ich schaue weniger TV als andere und will nicht soviel Gebühren bezahlen."
Bei einem Gemeinschaftswerk wie dem Kabel- oder Telelefonnetz ist es fast nicht möglich die Kosten gerecht zu verteilen. Darum finde ich es nichts anderes als gerecht, wenn jeder die Möglichkeit hat diese Geräte in seiner Wohnung zu betreiben und alle den gleichen Preis dafür bezahlen müssen.

Man könnte die Kosten auch nach dem Verursacherprinzip verrechnen, womit das Chaos und Geschrei dann komplett wäre. :lol:
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Beitrag von admin »

das man sich das ganze in zahlen vorstellen kann:

grundlage für folgende rechnung ist das jahr 2002

total zu verteilendes geld 1113 Millionen CHF

davon erhält:

1043 (93.71%) SRG
12 (1.08%) 25 Private Sender (also, jeder im durchschnitt 0.5 (0.04%)
46 (4.13%) Billag für Rechnungsstellung etc.
12 (1.08%) Bakom für die Beamten

mehr infos können diesem pdf-dokument entnommen werden.

also von wegen verusacherprinzip :-)

es schauen ja alle zu 93.71% nur Schweizer Fernsehen und hören DRS1
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spiff
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Beitrag von spiff »

Heute bekam ich doch mit der neuen Billag- Rechnung so ein tolles Faltblatt mit dem Namen "Hören Und Sehen - Ratio Hören Und Fernsehen Mit Dem PC".

So sieht das nun aus:

Auch wer mit dem PC Radio- oder TV-Programme empfängt, muss sich grundsätzlich bei Billag anmelden und Gebühren bezahlen.

Meine Laune änderte sich schlagartig... Glücklicherweise geht der Text dann aber noch weiter:

Wer allerdings schon sein herkömmliches Radio- und/oder TV-Gerät angemeldet hat, musss sich natürlich nicht nochmals melden. Aktv werden muss also nur, wer Radio oder Fernsehen ausschliesslich per Internet empfängt....

Nicht dass ich diese neue "Billag - Geldquelle" gutheissen würde, ich bin aber froh dass man nun nicht nochmals zur Kasse gebeten wird.


Vorsicht übrigens mit dem Bezahlen der Rechnung:
Wenn die Billag ab dem 1.1.2005 jemand mahnen muss, wird eine Mahngebühr von chf 5.-- fällig.
Eine Betreibung kostet dann chf 20.-- (Zusätzlich dann natürlich noch 3x 5.-- für die 3 Mahnungen)

Gruss von einem z.Z. Internet-Radio hörenden
--{spiff}--
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