
Zu wenige Nährstoffe
Stiftung Warentest untersucht Babynahrung
Endlich, Ihr Kind ist jetzt sechs Monate alt. Die harte Anfangszeit für Sie und Ihr Kind ist passé. Es schläft vielleicht schon durch und entwickelt sich täglich. Ebenso wie es Tag für Tag ein Stückchen mehr die Welt entdeckt. Auch ist es nun fast doppelt so groß und schwer wie kurz nach der Geburt. Falls Sie beginnen abzustillen, ist nun wichtig, die richtige Nahrungsauswahl für Ihr Kind zu treffen. Wenn Sie sich für Gläschenkost entscheiden, stellen Sie sich, wie viele Eltern auch, die Frage nach der Qualität.
Sie sollten Ihr Kind immer so lange wie möglch stillen. http://www.stillberatung.ch/
19 Produkte im Test
Aus diesem Grunde hat die Stiftung Warentest 19 Babymenüs untersucht. Elf Mahlzeiten beinhalten Fleisch, drei sind mit Fisch und fünf Gläschen sind vegetarisch. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf Schadstoffe in der Nahrung, die mikrobiologische, sowie die ernährungsphysiologische Qualität gelegt. Diese richtet sich nach einem empfohlenen Plan des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE).
Das Positive vorweg: Gläschenkost ist keimfrei und praktisch ohne Schadstoffe. In Bezug auf diese zwei Kriterien bewertete Stiftung Warentest alle Produkte mit "sehr gut".
Vitamine, Eisen und Fette zu wenig
Doch gerade im Wachstum benötigt Ihr kleiner Liebling besonders viel Energie und Nährstoffe, und bei diesem von der Stiftung Warentest untersuchten Kriterium kann kein einziges Babymenü überzeugen. In allen Produkten sind die Nährstoffe zu knapp und die Kalorien kommen auch zu kurz. So gab es maximal die Note "befriedigend".
Vitamine
Alle 19 geprüften Erzeugnisse weisen Keimfreiheit auf. Das erreicht man aber nur durch intensives Kochen. Da aber Vitamine ? in diesem Fall besonders das wichtige Vitamin C, das dem kleinen Körper hilft Eisen zu verwerten ? darunter leiden, findet man gerade mal Minimengen von einem Milligramm in den verschiedenen Gläschen. Für eine ausgewogene Babyernährung empfiehlt das FKE aber etwa 15 Milligramm pro Mahlzeit.
Eisen
Kurz nach der Geburt ist der Eisenspeicher eines Babys randvoll. Doch schon bald muss er mit Hilfe der geeigneten Nahrung ständig aufgefüllt werden. Am besten funktioniert das durch fleischhaltige Nahrung. Doch auch hier enttäuschten die untersuchten Produkte.
Betrug vor Jahren der Fleischanteil in einem Gläschen etwa zehn Prozent des Produktgewichtes, so ist heute nur noch acht Prozent Fleischanteil zu finden und das reicht leider nicht aus, um eine ausgewogene Ernährung Ihres Kindes zu garantieren.
Pflanzliches Eisen verhilft den vegetarischen Menüs zu ähnlichen Eisenwerten wie denen mancher Fleischmahlzeiten. Aber dennoch ist die von der Stiftung Warentest nachgewiesene Menge zu gering. Hinzu kommt noch, dass der menschliche Körper pflanzliches Eisen schlechter verwerten kann.
Fett und Kohlehydrate
Auch an Kalorien, die in dieser Zeit für das Baby wichtig sind, sparen die Hersteller. So wurden durchschnittlich 120 Kalorien in den Gläschen nachgewiesen, wobei die Mustermahlzeit des FKE ungefähr 170 Kalorien vorschlägt.
Ein weiteres Problem ist das kalorienreiche Fett. Statt den optimalen acht Gramm pro Menü ? jeder Kinderarzt unterstützte in diesem Fall die Frage nach "mehr Fett" ? sind in den Gläschen nur drei bis sechs Gramm Fett.
(Indem Sie Kohlehydrate in Form von Kartoffeln dazu geben, steigern Sie den Kaloriengehalt der Mahlzeit)
Vegetarisch
Fleisch ist gut für die Eisenversorgung.
Möchten Sie aber aus irgendwelchen Gründen gerne auf Fleisch in der Nahrung für Ihr Kind verzichten, ist das möglich. Haferflocken mit Vitamin C und Vollkornprodukte sind ein guter Fleischersatz.
Stiftung Warentest rät: Da kein einziges Produkt im Test der Stiftung Warentest vollkommen überzeugt und somit keine ausgewogene Mahlzeit garantiert, sollten Sie überlegen, öfters frisch zu kochen oder in jede Mahlzeit Ihres Lieblings etwas beifügen.
Ein Teelöffel Rapsöl ist als Zugabe sehr geeignet. Einige Löffelchen aus dem Obstgläschen oder Babysaft verbessern die Vitamin-C-Versorgung und die Eisenaufnahme.
Mehr zu diesem Thema finden Sie bei Stiftung Warentest ( <http://www.stiftung-warentest.de> )


geschmeckt das ich das meinen Kindern nicht zumuten wollte 

