Terry darf sterben

Wie es der Name schon sagt.
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schnuesibuesi
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Terry darf sterben

Beitrag von schnuesibuesi »

Hallöchen

Viele von euch haben sicher den Fall in Amerika mitbekommen.
Terry liegt seit 15 Jahren im Koma.

Ihr Mann kämpft dafür, dass sie sterben darf. Er möchte, dass man ihr die Magensonde entfernt und dass sie somit verhungert und sterben kann.

Die Eltern (strenggläubig) kämpfen gegen diesen Tod. Sie sind sogar schon vor Gericht gegangen und haben aber verloren.

Wie steht ihr dazu?




hier noch weitere Infos
LG
Schnüsibüsi
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Beitrag von admin »

Ab einem gewissen Punkt bin ich für Exit.

Was hat ein Mensch davon, wenn er nur dank Maschinen und Medizin noch 15 Jahre "schlafen" kann?

Ich möchte das nicht.
nudlä
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Beitrag von nudlä »

admin hat geschrieben: Was hat ein Mensch davon, wenn er nur dank Maschinen und Medizin noch 15 Jahre "schlafen" kann?

Ich möchte das nicht.
würd ich weder für mich, noch für angehörige wollen. eigentlich find ich fast schon unmenschlich.
natürlich sind die meinungen gespalten. aber die frau ist im wachkoma. was bekommt sie dann von der umwelt noch mit? und wenn der mann schon weiss, dass sie das nicht gewollt hätte, wär für mich der fall sowieso klar...
*underdähuubä*
lessa
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Beitrag von lessa »

Die Mittel und Möglichkeiten, die uns die heutige Medizin beschert, haben eben auch ihre Schattenseiten; gerade, wenn es um solche Fälle geht, bei denen Menschen nur noch dank Maschinen am "Leben" gehalten werden, fragt sich, ob es nicht eher ein Dahinvegetieren ist... Kann man sich da tatsächlich auf ein "gottgewolltes" Schicksal berufen, ist es nicht eher "menschengewollt" - dank der modernen Medizin?
nudlä
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Beitrag von nudlä »

lessa hat geschrieben:Kann man sich da tatsächlich auf ein "gottgewolltes" Schicksal berufen, ist es nicht eher "menschengewollt" - dank der modernen Medizin?
ich bin überzeugt, dass das "menschengewollt" ist. hab das bei meiner oma auch erlebt.
sie war vor ca. 11/2 jahren notfallmäsig in den spital eingeliefert worden, weil festgestellt wurde, dass ihre aorta so risse hat. wäre sie nicht operiert worden, wärs wohl nur noch stunden gegangen, bis sie innerlich verblutet wäre. sie konnte selbst entscheiden, ob sie sich operieren lassen wollte oder nicht. weil sie aber ansonsten in noch einer sehr guten verfassung war, haben sich alle entschieden zu operieren.
die op hat sie auch gut überstanden. dann gabs aber komplikationen und es musste nochmals operiert werden. danach gings nur noch bergab. die blutwertde wurden hundsmiserabel etc.
es war dann klar, dass das ihre letzte station im leben sein wird. für sie war es aber absolut ok. sie hat gesagt, sie wäre zum sterben bereit und es sei ok. auch wolle sie keine medis oder schläuche oder was die ärzte sonst noch vorgeschlagen haben. die ganze familie konnte in aller ruhe abschied nehmen von ihr. (alle haben mit ihr nochmals mit ihrem lieblings likörchen angestossen ;) obwohl traurig, wars auch ein schönes erlebnis)
auf jedenfall war da eine sehr ehrgeizige ärztin. die wolte umsverrecken, dass ihr noch schläuche angesetzt werden und was weiss ich noch was. wir haben der gesagt, dass die oma das auf keinen fall wolle. (oma war bis zur letzten minute geistig voll da)
immer mehr bekamen wir das gefühl, die ärztin handle aus reinem egoismus. so im stil: meine abteilung verlässt jeder auf eigenen beinen. zuerst hat die jeweils mit meiner mutter besprochen wie was wo. wie sie da nicht weiterkam, versuchte sies auch bei mir. ich hab der dann deutlich gesagt, dass sie doch unser aller standpunkt kenne. meine oma wünschte lediglich schmerzstillende medis. und die ganze familie respektierte den wunsch.

nur schon das hat ziemlich an den nerven gezehrt. dabei handelte es sich lediglich um eine woche... ich will mir nicht vostellen, wies ist, wenn sowas länger dauert. wenn die halbgötter in weiss sich als gott sehen und aufspielen... mir löscht das ab...
*underdähuubä*
schnuesibuesi
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Beitrag von schnuesibuesi »

Also ich möchte auf keinen Fall so Leben, denn so hab ich nichts mehr vom Leben und meine Angehörigen auch nicht, wenn sie mich pflegen müssten.

V.a. nach so einer langer Zeit besteht ja eigentlich keine Hoffnung mehr, dass eine Besserung eintritt.


Habe gerade gestern einen Bericht gesehen im TV,
da pflegte eine 29 Jährige seit 10 Jahren Ihren Freund der im Wachkoma liegt.
Er ist bei ihr zu Hause, sie pflegt und füttert ihn. Sie kuschelt mit ihm (bzw. sie lehnt sich einfach an ihn) und fährt auch mit ihm in die Ferien, als wäre er ganz "normal". Er kann sich weder bewegen noch reden.

....auch das finde ich krass, der Bericht war wirklich sehr eindrücklich und ich kann irgendwie auch ihre Situation verstehen, für sie ist ihr Freund noch "da" einfach nicht so wie früher. Es würde für sie an Mord grenzen, wenn man ihren Freund sterben lassen würde.

Eigentlich würde ich es gut finden, wenn man beim Hausarzt einen Eintrag machen könnnte, ob man will durch Maschinen weiter am Leben gehalten zu werden und / oder wie es mit der Organspende aussieht.
Schliesslich sollte man natürlich auch jederzeit diese Angaben ändern dürfen.

Oft hat man ja noch nie drüber diskutiert, und steht dann vor einem grossen Fragezeichen wenn so ein schrecklicher Fall eintritt.
LG
Schnüsibüsi
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Beitrag von rhiannon »

da hast du recht schnüsibüsi. über solche sachen sollte man sich wirklich mal gedanken machen. ich möchte auf keinen fall so lange an maschinen angeschlossen sein.

ich habe mal etwas interessantes darüber gelesen wie unsere gesellschaft angst vor dem tod hat. naturvölker kennen diese angst vor dem altwerden und sterben nicht, für sie ist es natürlich. wir verdrängen es und sprechen nicht darüber.
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