glauben?!
auch euch allen ein gutes neues jahr mit viel frieden ;o)
koran-begeistert bin ich nicht, ich weiss einfach das viele eine falsche meinung vom islam haben vorallem durch die letzen ereignisse (11.sept. usw). es wäre aber schade wenn durch ein paar fanatiker der ganze islam als unfreundlich, blutrünstig und intolerant hingestellt würde, denn das ist überhaupt nicht so. es ist eine weltreligion wie jede andere die genau so recht hat wie jede andere auch. und die menschen sind auch ganz normale menschen die einfach nur ihren frieden haben wollen.
koran-begeistert bin ich nicht, ich weiss einfach das viele eine falsche meinung vom islam haben vorallem durch die letzen ereignisse (11.sept. usw). es wäre aber schade wenn durch ein paar fanatiker der ganze islam als unfreundlich, blutrünstig und intolerant hingestellt würde, denn das ist überhaupt nicht so. es ist eine weltreligion wie jede andere die genau so recht hat wie jede andere auch. und die menschen sind auch ganz normale menschen die einfach nur ihren frieden haben wollen.
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katnau
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Hallo,
ich habe die Diskussion äußerst gespannt gelesen, nachdem mich Rhia auf die Seite aufmerksam gemacht hat.
Islam ist jedenfalls nicht einfach zu verstehen, aber man sollte es auf keinen Fall negativ sehen.
@Rhia:
Deine Bemerkung, daß es keine Verschleierungspflicht für muslimische Frauen gibt, würde unter den Muslimen ein lautes Geschrei auslösen. Es gibt dazu einen Koranvers, der allerdings von Rechtsgelehrten und Rechtsschulen unterschiedlich interpretiert wird.
KoranVers 24_31: "Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand anderen enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern...."
Im Islam zählt das Haar der Frau als ihr Schmuck. Daraus wird dann ein Verschleierungsgebot des Haares abgeleitet. Der Schleier diente in der Entstehungszeit und Historie des Islam tatsächlich zum Schutz der Frauen bzw. als deren Erkennungszeichen. Ein Moslem wusste also , dasß ist eine gläubige Frau, da habe ich mich so und so zu verhalten.
Hölle und Paradies im Islam - habe den Artikel unter http://www.islam.de gefunden und fand ihn sehr aufschlußreich.
8. Über das Paradies und die Hölle
Der Glaube an das Paradies und an die Hölle gehört bei den Muslimen zu den 6 Glaubensartikeln, nämlich zum fünften Glaubensartikel, dem Glauben an das Jüngste Gericht, das eine Belohnung (Paradies) oder eine Bestrafung (Hölle) für das Leben im Diesseits zur Folge hat.
Wir glauben daran, daß jedes Lebewesen, das aus freien Stücken an den einen Gott glaubt, dem Erschaffer allen Seins, und Ihm keine andere Gottheit beigesellt durch die Barmherzigkeit Gottes ins Paradies gelangt. Dem Eintritt ins Paradies geht eventuell eine Bestrafung in der Hölle zuvor (Abbüßen für seine Sünden). Weder im Paradies noch in der Hölle gibt es den Tod. Das Leben wird unendlich sein.
Der Glaube an das Paradies und an die Hölle birgt den Gedanken der Gerechtigkeit Gottes in sich. Das Leben im Diesseits wird als Übergangsphase, als Prüfung angesehen. Die Gerechtigkeit Gottes besteht darin, seine Diener für ihre guten Taten zu belohnen und für die schlechten Taten zu bestrafen. Wir glauben jedoch auch an die Barmherzigkeit Gottes, der die guten Taten zehnfach oder mehr belohnt und die schlechten Taten nur einfach bestraft. Jeder Diener Gottes kann der Strafe der Hölle entgehen, wenn er Gott aufrichtig und reuevoll um Vergebung seiner Fehltritt bittet.
Zu Vincentes zitierten Koranstellen schreibe ich lieber ein neues Posting, das wird sons zuviel.
ich habe die Diskussion äußerst gespannt gelesen, nachdem mich Rhia auf die Seite aufmerksam gemacht hat.
Islam ist jedenfalls nicht einfach zu verstehen, aber man sollte es auf keinen Fall negativ sehen.
@Rhia:
Deine Bemerkung, daß es keine Verschleierungspflicht für muslimische Frauen gibt, würde unter den Muslimen ein lautes Geschrei auslösen. Es gibt dazu einen Koranvers, der allerdings von Rechtsgelehrten und Rechtsschulen unterschiedlich interpretiert wird.
KoranVers 24_31: "Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand anderen enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern...."
Im Islam zählt das Haar der Frau als ihr Schmuck. Daraus wird dann ein Verschleierungsgebot des Haares abgeleitet. Der Schleier diente in der Entstehungszeit und Historie des Islam tatsächlich zum Schutz der Frauen bzw. als deren Erkennungszeichen. Ein Moslem wusste also , dasß ist eine gläubige Frau, da habe ich mich so und so zu verhalten.
Hölle und Paradies im Islam - habe den Artikel unter http://www.islam.de gefunden und fand ihn sehr aufschlußreich.
8. Über das Paradies und die Hölle
Der Glaube an das Paradies und an die Hölle gehört bei den Muslimen zu den 6 Glaubensartikeln, nämlich zum fünften Glaubensartikel, dem Glauben an das Jüngste Gericht, das eine Belohnung (Paradies) oder eine Bestrafung (Hölle) für das Leben im Diesseits zur Folge hat.
Wir glauben daran, daß jedes Lebewesen, das aus freien Stücken an den einen Gott glaubt, dem Erschaffer allen Seins, und Ihm keine andere Gottheit beigesellt durch die Barmherzigkeit Gottes ins Paradies gelangt. Dem Eintritt ins Paradies geht eventuell eine Bestrafung in der Hölle zuvor (Abbüßen für seine Sünden). Weder im Paradies noch in der Hölle gibt es den Tod. Das Leben wird unendlich sein.
Der Glaube an das Paradies und an die Hölle birgt den Gedanken der Gerechtigkeit Gottes in sich. Das Leben im Diesseits wird als Übergangsphase, als Prüfung angesehen. Die Gerechtigkeit Gottes besteht darin, seine Diener für ihre guten Taten zu belohnen und für die schlechten Taten zu bestrafen. Wir glauben jedoch auch an die Barmherzigkeit Gottes, der die guten Taten zehnfach oder mehr belohnt und die schlechten Taten nur einfach bestraft. Jeder Diener Gottes kann der Strafe der Hölle entgehen, wenn er Gott aufrichtig und reuevoll um Vergebung seiner Fehltritt bittet.
Zu Vincentes zitierten Koranstellen schreibe ich lieber ein neues Posting, das wird sons zuviel.
liebe Grüße Kati
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katnau
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Koranzitate
Hallo,
sorry du nennst dich ja vincenco
, verzeih mir.
Angesichts der bereits erfolgten Debatte, würde ich gern folgenden Spruch loslassen:
" Oh Herr, erbarme dich ihrer Unwissenheit und Engstirnigkeit."
Kleiner Scherz, ich bin bestimmt kein Missionar und auch keine Muslima. Ich mag es einfach nicht, wenn man alles nur schwarz-weiß sieht und keine Toleranz und Respekt anderen Glaubensrichtungen entgegenbringt.
Und vincenco, Bin Laden ist mit Sicherheit kein Moslem, wie der Koran es erwartet!! Wenn er an die Hölle glaubt, wird er dort landen.
Noch was Allgemeines: Wenn Stellen aus Bibel, Koran oder anderen Heiligen Büchern zitiert werden, dann reißt die Zitate nicht aus ihrem Zusammenhang - denn das kann dann einen ganz anderen Sinn ergeben!
@vincenco: Ich werde aus deinen genannten Stellen im Koran nicht so richtig schlau. Was sollen sie belegen? Was bezweckst du damit?? In den genannten Suren ist überhaupt nicht von Missionierung die Rede. Es geht lediglich über die Folgen der Ungläubigkeit.
Ungläubige sind nicht gleich Juden und Christen, sondern Heiden oder Menschen, die sich gegen Gott wenden.
Allah ist lediglich das arabische Wort für Gott. Es ist der gleiche Gott wie der der Christen. Der Islam betrachtet Judentum und Christentum als Schriftreligionen und erkennt diese als solche an.
Es gibt keine direkte Aufforderung im Koran, den Islam mit Waffengewalt zu verbreiten. In der Geschichte des Islam wurde die Menschen der eroberten Gebiete selten zum Übertritt zum Islam gewzungen. Nein, Juden und Christen durften ihre Religion behalten und haben dafür ledgilch eine bestimmte Steuer entrichtet. Für diese Dinge gibt es natürlich auch negative Beispiele, aber der Mensch ist nun mal schwach.
Dein Koranzitat von 2.191 ergibt nur einen Sinn, wenn man 189-192 liest. In 2.192 steht übrigens: "Und kämpft gegen sie bis es keine Verwirrung mehr gibt und die Religion Allah (t) gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit mehr geben außer denjenigen, die Unrecht tun." Ansonsten ist in der Koranstelle lediglich gemeint, daß sich die Moslems gegen die Ungläubigen wehren sollen, die ihnen vorher Unrecht getan haben.
Das Gleiche könnte ich mit deinen anderen genannten Stellen auch machen. Dies würde aber den Rahmen hier sprengen.
Na, seid ihr verwirrt??
Ich bin evangelische Christing, meine Kinder werden christlich erzogen. Ich war allerdings ein Zeit mit einem Moslem verheiratet und habe mcih intensiv damit beschäftigt und dabei festgestellt, daß kaum einer der Eingewanderten tatsächlich nach den reinen GEboten lebt. Vielmehr wurde der Islam über die Jahrhunderte mit Traditionen vermischt oder vorisislamische Rituale leben verändert weiter.
Bitte seht den Islam an sich nicht so negativ, damit treibt ihr die Muslime nur in die Defensive und gerade junge Menschen glauben dann an fundamentalistische Parolen, da sie keine andere Alternative sehen.
Mal abgesehen davon, daß der Koran eben nur in Arabisch zu finden ist und was meint ihr wieviele der Moslems weltweit wohl genug arabisch können, um den Koran in allen Einzelheiten zu verstehen??? In den Koranschulen werden Auslegungen des Koran so unterrichtet, wie es für den zweck der Gruppierung dienlich ist. So einfach ist dsa.
Na diskutiert mal weiter
Ich bin ganz gespannt.
sorry du nennst dich ja vincenco
Angesichts der bereits erfolgten Debatte, würde ich gern folgenden Spruch loslassen:
" Oh Herr, erbarme dich ihrer Unwissenheit und Engstirnigkeit."
Kleiner Scherz, ich bin bestimmt kein Missionar und auch keine Muslima. Ich mag es einfach nicht, wenn man alles nur schwarz-weiß sieht und keine Toleranz und Respekt anderen Glaubensrichtungen entgegenbringt.
Und vincenco, Bin Laden ist mit Sicherheit kein Moslem, wie der Koran es erwartet!! Wenn er an die Hölle glaubt, wird er dort landen.
Noch was Allgemeines: Wenn Stellen aus Bibel, Koran oder anderen Heiligen Büchern zitiert werden, dann reißt die Zitate nicht aus ihrem Zusammenhang - denn das kann dann einen ganz anderen Sinn ergeben!
@vincenco: Ich werde aus deinen genannten Stellen im Koran nicht so richtig schlau. Was sollen sie belegen? Was bezweckst du damit?? In den genannten Suren ist überhaupt nicht von Missionierung die Rede. Es geht lediglich über die Folgen der Ungläubigkeit.
Ungläubige sind nicht gleich Juden und Christen, sondern Heiden oder Menschen, die sich gegen Gott wenden.
Allah ist lediglich das arabische Wort für Gott. Es ist der gleiche Gott wie der der Christen. Der Islam betrachtet Judentum und Christentum als Schriftreligionen und erkennt diese als solche an.
Es gibt keine direkte Aufforderung im Koran, den Islam mit Waffengewalt zu verbreiten. In der Geschichte des Islam wurde die Menschen der eroberten Gebiete selten zum Übertritt zum Islam gewzungen. Nein, Juden und Christen durften ihre Religion behalten und haben dafür ledgilch eine bestimmte Steuer entrichtet. Für diese Dinge gibt es natürlich auch negative Beispiele, aber der Mensch ist nun mal schwach.
Dein Koranzitat von 2.191 ergibt nur einen Sinn, wenn man 189-192 liest. In 2.192 steht übrigens: "Und kämpft gegen sie bis es keine Verwirrung mehr gibt und die Religion Allah (t) gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit mehr geben außer denjenigen, die Unrecht tun." Ansonsten ist in der Koranstelle lediglich gemeint, daß sich die Moslems gegen die Ungläubigen wehren sollen, die ihnen vorher Unrecht getan haben.
Das Gleiche könnte ich mit deinen anderen genannten Stellen auch machen. Dies würde aber den Rahmen hier sprengen.
Ich bin evangelische Christing, meine Kinder werden christlich erzogen. Ich war allerdings ein Zeit mit einem Moslem verheiratet und habe mcih intensiv damit beschäftigt und dabei festgestellt, daß kaum einer der Eingewanderten tatsächlich nach den reinen GEboten lebt. Vielmehr wurde der Islam über die Jahrhunderte mit Traditionen vermischt oder vorisislamische Rituale leben verändert weiter.
Bitte seht den Islam an sich nicht so negativ, damit treibt ihr die Muslime nur in die Defensive und gerade junge Menschen glauben dann an fundamentalistische Parolen, da sie keine andere Alternative sehen.
Mal abgesehen davon, daß der Koran eben nur in Arabisch zu finden ist und was meint ihr wieviele der Moslems weltweit wohl genug arabisch können, um den Koran in allen Einzelheiten zu verstehen??? In den Koranschulen werden Auslegungen des Koran so unterrichtet, wie es für den zweck der Gruppierung dienlich ist. So einfach ist dsa.
Na diskutiert mal weiter
liebe Grüße Kati
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noch was allgemeines...
Hallo Rhia,
ich hoffe, deine Fragen sind jetzt zum Großteil beantwortet. Hier nur noch eine allgemeine Antwort aus http://www.islam.de/?site=forum/faq&di=answers.
11. Muslime in nichtislamischen Ländern
Der Islam erlaubt seinen Anhängern, als Minderheit in einem nichtislamischen Staat zu leben und verpflichtet sie, seine Gesellschafts- und Staatsordnung zu respektieren, solange diese die freie Religionsausübung garantiert. Sollte der einzelne nicht in der Lage sein, seinen individuellen gottesdienstlichen Verpflichtungen nachzugeben bzw. gezwungen sein, gegen diese zu verstoßen, darf er dennoch nicht gegen diese Staatsanordnung mit Gewalt vorgehen. Er soll seine Freiheit durch Überzeugung oder durch Auswanderung erlangen.
Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Hier ein Abschnitt von dem Buch "Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein" vom Herrn Dr. Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland:
Islamische Voraussetzungen für das Leben der Muslime in Europa
Der Islam als Träger einer Kultur und richtungsweisender Verhaltenskodex für die
Muslime, bringt die besten Voraussetzungen für ein zivilisiertes Zusammenleben
mit allen Menschen mit:
Umgang mit Nichtmuslimen
1. Der Islam geht von der Einheit in der Menschheit aus: "O Ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf, aus ihm seine Gattin erschuf und aus ihnen beiden viele Männer und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ." (4/1)
2. Die authentischen Quellen des Islam sprechen allen Menschen Ehre und Würde zu und verpflichten seine Anhänger, diese bei jedem zu respektieren und zu achten: "Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und ihnen einiges von den köstlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt." (17/70)
3. Der Glaube an die früheren Propheten und ihre Schriften ist ein unabdingbarer Bestandteil der islamischen Glaubenslehre. Der Koran spricht von allen Propheten und vor allem von Moses und Jesus mit großem Respekt.
4. Die Muslime sind durch den koranischen Text zur Hochschätzung der Werke der Andersgläubigen verpflichtet. "Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten und sie werden nicht traurig sein." (2/62)
5. Der Koran garantiert die Freiheit der Religionswahl und der Religionsausübung: "Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der richtige Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg." (2/256)
6. Der Islam verpflichtet die Muslime, mit den Andersgläubigen den Dialog auf die beste Art und Weise zu führen: "Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind ihm ergeben." (29/46)
7. Durch die Erlaubnis einer Tisch- und Ehegemeinschaft mit Andersgläubigen wird den Muslimen die gesellschaftliche Praktizierung dieser Theorien nahe gelegt: "Heute sind euch die köstlichen Dinge erlaubt. Die Speise derer, denen das Buch zugekommen ist, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt.." (5/5)
Muslime als Minderheit
Der Islam regelt als ganzheitliche Lehre alle Bereiche des Lebens, setzt den ethischen Rahmen für die zwischenmenschlichen Beziehungen und liefert die
Grundsätze, nach denen sich politisches Handeln und ein Staatsaufbau orientieren sollte. Die gesellschafts- und staatsrelevanten Leitbilder des Islam haben aber nur Gültigkeit für die Muslime und haben nur in einem islamischen Staat mit einer islamischen Bevölkerungsmehrheit verbindlichen Charakter. Der Islam erlaubt seinen Anhängern als Minderheit in einem nichtislamischen Staat zu leben und verpflichtet sie, seine Gesellschafts- und Staatsordnung zu respektieren, solange diese die freie Religionsausübung garantiert. Sollte der einzelne nicht in der Lage sein, seinen individuellen gottesdienstlichen Verpflich-tungen nachzugehen bzw. gezwungen sein, gegen diese zu verstoßen, darf er dennoch nicht gegen diese Staatsordnung mit Gewalt vorgehen. Er soll seine Freiheit durch Überzeugung oder durch Auswanderung erlangen.
Das war jetzt vielleicht ein bisschen viel. Mir persönlich ist das alles zu streng geregelt. Wo bleibt da die Spontanität.

ich hoffe, deine Fragen sind jetzt zum Großteil beantwortet. Hier nur noch eine allgemeine Antwort aus http://www.islam.de/?site=forum/faq&di=answers.
11. Muslime in nichtislamischen Ländern
Der Islam erlaubt seinen Anhängern, als Minderheit in einem nichtislamischen Staat zu leben und verpflichtet sie, seine Gesellschafts- und Staatsordnung zu respektieren, solange diese die freie Religionsausübung garantiert. Sollte der einzelne nicht in der Lage sein, seinen individuellen gottesdienstlichen Verpflichtungen nachzugeben bzw. gezwungen sein, gegen diese zu verstoßen, darf er dennoch nicht gegen diese Staatsanordnung mit Gewalt vorgehen. Er soll seine Freiheit durch Überzeugung oder durch Auswanderung erlangen.
Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Hier ein Abschnitt von dem Buch "Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein" vom Herrn Dr. Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland:
Islamische Voraussetzungen für das Leben der Muslime in Europa
Der Islam als Träger einer Kultur und richtungsweisender Verhaltenskodex für die
Muslime, bringt die besten Voraussetzungen für ein zivilisiertes Zusammenleben
mit allen Menschen mit:
Umgang mit Nichtmuslimen
1. Der Islam geht von der Einheit in der Menschheit aus: "O Ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf, aus ihm seine Gattin erschuf und aus ihnen beiden viele Männer und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ." (4/1)
2. Die authentischen Quellen des Islam sprechen allen Menschen Ehre und Würde zu und verpflichten seine Anhänger, diese bei jedem zu respektieren und zu achten: "Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und ihnen einiges von den köstlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt." (17/70)
3. Der Glaube an die früheren Propheten und ihre Schriften ist ein unabdingbarer Bestandteil der islamischen Glaubenslehre. Der Koran spricht von allen Propheten und vor allem von Moses und Jesus mit großem Respekt.
4. Die Muslime sind durch den koranischen Text zur Hochschätzung der Werke der Andersgläubigen verpflichtet. "Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten und sie werden nicht traurig sein." (2/62)
5. Der Koran garantiert die Freiheit der Religionswahl und der Religionsausübung: "Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der richtige Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg." (2/256)
6. Der Islam verpflichtet die Muslime, mit den Andersgläubigen den Dialog auf die beste Art und Weise zu führen: "Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind ihm ergeben." (29/46)
7. Durch die Erlaubnis einer Tisch- und Ehegemeinschaft mit Andersgläubigen wird den Muslimen die gesellschaftliche Praktizierung dieser Theorien nahe gelegt: "Heute sind euch die köstlichen Dinge erlaubt. Die Speise derer, denen das Buch zugekommen ist, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt.." (5/5)
Muslime als Minderheit
Der Islam regelt als ganzheitliche Lehre alle Bereiche des Lebens, setzt den ethischen Rahmen für die zwischenmenschlichen Beziehungen und liefert die
Grundsätze, nach denen sich politisches Handeln und ein Staatsaufbau orientieren sollte. Die gesellschafts- und staatsrelevanten Leitbilder des Islam haben aber nur Gültigkeit für die Muslime und haben nur in einem islamischen Staat mit einer islamischen Bevölkerungsmehrheit verbindlichen Charakter. Der Islam erlaubt seinen Anhängern als Minderheit in einem nichtislamischen Staat zu leben und verpflichtet sie, seine Gesellschafts- und Staatsordnung zu respektieren, solange diese die freie Religionsausübung garantiert. Sollte der einzelne nicht in der Lage sein, seinen individuellen gottesdienstlichen Verpflich-tungen nachzugehen bzw. gezwungen sein, gegen diese zu verstoßen, darf er dennoch nicht gegen diese Staatsordnung mit Gewalt vorgehen. Er soll seine Freiheit durch Überzeugung oder durch Auswanderung erlangen.
Das war jetzt vielleicht ein bisschen viel. Mir persönlich ist das alles zu streng geregelt. Wo bleibt da die Spontanität.
liebe Grüße Kati
Re: Koranzitate
willkommen katnau!
schön das du auch bei uns im forum bist! und gleich mal herzlichen dank für deine interessanten artikel!!! du scheinst eine menge über den islam zu wissen!

-> da bin ich ganz deiner meinung! das habe ich auch versucht zu sagen. ein einzelner satz sieht ohne den zusammenhang gleich ganz anders aus!katnau hat geschrieben:Noch was Allgemeines: Wenn Stellen aus Bibel, Koran oder anderen Heiligen Büchern zitiert werden, dann reißt die Zitate nicht aus ihrem Zusammenhang - denn das kann dann einen ganz anderen Sinn ergeben!
heiden glauben auch an gott (auch wenn es manchmal mehrere sind - aber schlussendlich ist es doch eine göttliche macht) ;o) meintest du nicht eher atheisten?katnau hat geschrieben:Ungläubige sind nicht gleich Juden und Christen, sondern Heiden oder Menschen, die sich gegen Gott wenden.
-> hab ichs mir doch gedacht! freut mich dass du mir das bestätigen konntestkatnau hat geschrieben:Es gibt keine direkte Aufforderung im Koran, den Islam mit Waffengewalt zu verbreiten. In der Geschichte des Islam wurde die Menschen der eroberten Gebiete selten zum Übertritt zum Islam gewzungen. Nein, Juden und Christen durften ihre Religion behalten und haben dafür ledgilch eine bestimmte Steuer entrichtet. Für diese Dinge gibt es natürlich auch negative Beispiele, aber der Mensch ist nun mal schwach.
-
katnau
- gelegenheitsschreiber

- Beiträge: 16
- Registriert: 06.01.2005, 16:28
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hab ich doch gern gemacht, auch wenn es etwas sehr lang geworden ist.
Heiden, nun ja
Was ich einmal gelesen habe, vergesse ich selten wieder. Was ich gelebt habe, vergesse ich auch nicht wieder. Meine persönlichen Erfahrungen waren negativ in dem Sinne, daß der Islam so wie es im Koran steht oft nicht gelebt wird.
Ich glaube an Gott, aber es spielt keine Rolle, welche Religion jemand hat.
liebe Grüße Kati
Koran ect.
Katnau , super wie Du das erklärt hast und besonders der letzte Satz sagt Alles. Bravo es grüsst Dich herzlich die Alteste vom Forum. An Alter meine ich natürlich.

was mich nicht umbringt macht mich stark.
glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu aendern ist.
glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu aendern ist.
Hallo, ich muss mich auch mal wieder in die Diskussion mischen.
In den letzten Beiträgen habe ich viel gelesen, was ich auch sonst höre, und ich glaube, es sind ein paar Missverständnisse dabei.
1. Toleranz ist, wie ich meine, kein Einheitsbrei von Anschauungen, die angeblich alle dasselbe aussagen sollen. Toleranz ist doch gerade, dass ich meine eigene Meinung und Religion haben darf, ohne dass ich deswegen ständig eins auf's Dach bekomme, oder?
2. Ich denke nicht, dass ich gegenüber z.B. Moslems "intolerant" bin. Ich halte ihre Religion zwar nicht für richtig, aber das ist noch lange kein Grund, ihnen irgendetwas anzutun (die Bibel gibt mir bei Letzterem ja auch Recht!). Mich persönlich stören auch Frauen mit Kopftüchern (wie auch andere Erscheinungen der Religionsausübungen) grundsätzlich nicht, sie stören mich nur dann, wenn ich das Gefühl habe, dass damit aggressiv missioniert werden soll.
3. Ich betrachte es nicht als meine Aufgabe, Moslems zu "bekehren". Wenn sie Interesse haben, rede ich gern mit ihnen über meine Anschauungen, "bekehren" kann sich sowieso nur jeder selber.
4. Beim Thema Gewalt denke ich schon, dass es einen Unterschied zwischen Christentum und Islam gibt. Auch wenn der Koran die Ausübung von Gewalt an bestimmte Voraussetzungen knüpft - im Christentum gibt es dafür gar keine Voraussetzungen, im Gegenteil soll man "die andere Backe auch hinhalten", das Reich Christi ist ja auch nicht von dieser Welt. Natürlich gab es auch "christliche" Kreuzzüge und andere Gewaltaktionen, aber die hatten mit dem Christentum noch weniger zu tun als die Flugzeugterroristen mit dem Islam. Beide Religionen sind ja sehr oft für Machtinteressen missbraucht worden.
5. Wer sich als Christ bezeichnet und auch seine Kinder christlich erziehen will, sollte vielleicht daran denken, dass das Wort Christentum etwas mit Christus zu tun hat. Ist denn jemand ein Christ, der nur an einen Einheitsbrei-Gott glaubt? Ich denke, das ist ein Widerspruch an sich. Im Islam ist Jesus (Isa) nur ein weiterer in einer Reihe von Propheten. Das ist nun einmal unvereinbar mit der christlichen Überzeugung, das Christus mit seinem Blut für unsere Sünden bezahlt hat und dadurch den einzigen Weg zu Gott schafft. Man kann nicht Moslem und Christ gleichzeitig sein.
So, reicht erst mal für heute, später fällt mir bestimmt noch mehr ein.
Tolerante Grüsse an alle .... Angelina
In den letzten Beiträgen habe ich viel gelesen, was ich auch sonst höre, und ich glaube, es sind ein paar Missverständnisse dabei.
1. Toleranz ist, wie ich meine, kein Einheitsbrei von Anschauungen, die angeblich alle dasselbe aussagen sollen. Toleranz ist doch gerade, dass ich meine eigene Meinung und Religion haben darf, ohne dass ich deswegen ständig eins auf's Dach bekomme, oder?
2. Ich denke nicht, dass ich gegenüber z.B. Moslems "intolerant" bin. Ich halte ihre Religion zwar nicht für richtig, aber das ist noch lange kein Grund, ihnen irgendetwas anzutun (die Bibel gibt mir bei Letzterem ja auch Recht!). Mich persönlich stören auch Frauen mit Kopftüchern (wie auch andere Erscheinungen der Religionsausübungen) grundsätzlich nicht, sie stören mich nur dann, wenn ich das Gefühl habe, dass damit aggressiv missioniert werden soll.
3. Ich betrachte es nicht als meine Aufgabe, Moslems zu "bekehren". Wenn sie Interesse haben, rede ich gern mit ihnen über meine Anschauungen, "bekehren" kann sich sowieso nur jeder selber.
4. Beim Thema Gewalt denke ich schon, dass es einen Unterschied zwischen Christentum und Islam gibt. Auch wenn der Koran die Ausübung von Gewalt an bestimmte Voraussetzungen knüpft - im Christentum gibt es dafür gar keine Voraussetzungen, im Gegenteil soll man "die andere Backe auch hinhalten", das Reich Christi ist ja auch nicht von dieser Welt. Natürlich gab es auch "christliche" Kreuzzüge und andere Gewaltaktionen, aber die hatten mit dem Christentum noch weniger zu tun als die Flugzeugterroristen mit dem Islam. Beide Religionen sind ja sehr oft für Machtinteressen missbraucht worden.
5. Wer sich als Christ bezeichnet und auch seine Kinder christlich erziehen will, sollte vielleicht daran denken, dass das Wort Christentum etwas mit Christus zu tun hat. Ist denn jemand ein Christ, der nur an einen Einheitsbrei-Gott glaubt? Ich denke, das ist ein Widerspruch an sich. Im Islam ist Jesus (Isa) nur ein weiterer in einer Reihe von Propheten. Das ist nun einmal unvereinbar mit der christlichen Überzeugung, das Christus mit seinem Blut für unsere Sünden bezahlt hat und dadurch den einzigen Weg zu Gott schafft. Man kann nicht Moslem und Christ gleichzeitig sein.
So, reicht erst mal für heute, später fällt mir bestimmt noch mehr ein.
Tolerante Grüsse an alle .... Angelina



