Weihnachtsguetzli

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vincenzo
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Weihnachtsguetzli

Beitrag von vincenzo »

Mailänderli, Zimtsterne, Brunsli, Chräbeli und Co.

Ich habe nur Rezepte von Betty Bossi, kennt jemand spezielle
nach "Grossmutterart"?

Gruss
Vincenzo
schnuesibuesi
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Beitrag von schnuesibuesi »

hallo vincenzo

ich befasse mich gerade auch mit weihnachtsgutzeli
einige habe ich schon auf meiner homepage erfasst, andere werde ich sicher noch in den nächsten zwei wochen nachtragen.

musst einfach ab und zu hier nachschauen:

Weihnachts-Gebäck
LG
Schnüsibüsi
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vincenzo
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Beitrag von vincenzo »

Danke Schnüsibüsi, tolle Rezepte, gratulliere zu deiner Homepage.
Gruss
Vincenzo
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Beitrag von schnuesibuesi »

danke!
ich werde besonders die weihnachts-rezepte in den nächtsten tage noch erweitern (hab noch einige rezepte auf lager ;) ), die anderen Dinge werden laufend erweitert!
LG
Schnüsibüsi
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Beitrag von schnuesibuesi »

hab die seite geändert und vervollständigt!

ihr findet die weihnachtsgutzeli-rezepte nun unter
diesem link
LG
Schnüsibüsi
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Beitrag von schnuesibuesi »

Nach 2 Tagen Backstube bin ich jetzt wieder im Forum :P
Ich hab's endlich geschafft, meine Gutzeli sind gebacken.
Aus Zeitmangel konnten wir aber nicht alle machen, nach der 10. Sorte haben wir aufgegeben. :roll:

Unsere Sorten:

- Aenisbrötli
- Brunsli
- Vanillekipferl
- Sable
- Orangensable
- Mikado-Sable (mit kandierten Früchten)
- Limetten-Kokos-Herzli
- Pistazienmakrönchen
- Spitzbuben
- Mailänderli

Sie sind alle gut geworden, na ja die Aenisbrötli dürften weicher sein...aber sie schmecken trotzdem
LG
Schnüsibüsi
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Angelina
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Beitrag von Angelina »

Habe irgendwann mal Rezepte für Weihnachtsguetzli versprochen, und auch wenn Weihnachten vorbei ist, die schmecken auch, wenn nicht Weihnachten ist, und immerhin sind sie schon vorgekostet.

Blätterteig-Kirsch-Guetzli
Man kann natürlich fertigen Blätterteig kaufen (knapp 500 g oder so), wenn man den selber machen will, der echte Blätterteig (der beim Krümeln Fettflecken macht) geht so:
(250 g Mehl, Wasser, Salz, 250 g Butter)
250 g Mehl mit ca. 125 ml Wasser und 1 Prise Salz irgendwie zu Teig verkneten, ist fertig, wenn er nicht mehr klebt. Kugel draus machen, einschneiden, im Kühlschrank ruhen lassen (mindestens halbe Stunde). Butter zu fingerdickem Rechteck verarbeiten (egal wie geschummelt, kann mit dem Wallholz ausgerollt, in Scheiben geschnitten und zusammengeschmiert sein). Teig ausrollen, soll am Ende doppelt so gross sein wie das Butterstück. Butter darin einwickeln, Teig am Rand zusammendrücken, 2 x zusammenklappen (so dass es 4 Schichten gibt), im Kühlschrank ruhen lassen (halbe Stunde oder auch über Nacht), wieder ausrollen (wenn der Teig kalt ist, klebt er nicht), 2x zusammenklappen, ruhen lassen, das wird insgesamt 4x gemacht. Dann wird wieder ausgerollt und beliebige Formen ausgestochen (sollten bei Blätterteig nicht so kleine Formen sein, so 7-8 Zentimeter Durchmesser ist am besten). Wichtig: beim Backen die Ofentür nicht aufmachen.
Weiter geht's dann so: Kirschkonfitüre (man kann natürlich auch andere nehmen, besser kein Gelee, sollte möglichst zähes Zeug sein) pur oder mit ein bisschen Saft, Cola, je nach Geschmack (kann natürlich auch Alkohol rein) verrührt auf die Blätterteigguetzli streichen und mit Streuseln bestreuen, die macht man so:
(150 g Mehl, 50 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1/2 bis 1 TL Zimt, 70 g Butter, 3 EL Saft, Cola o.ä., 70 g gehackte Kerne, kann alles über Mandel, Nüsse, Pinien- Sonnenblumenkerne usw. sein)
Butter zu Flöckchen verarbeiten, alle Zutaten verkneten, bis das so ähnlich wie Streusel aussieht, auf die Guetzli mit der Konfitüre verteilen.

Das Ganze soll jetzt auf dem Backblech (am besten gehts mit Backpapier ausgelegt) noch mindestens 10 Minuten seine Ruhe haben und dann ca. 15 Minuten im vorgeheizten Ofen und 200 Grad (bei geschlossener Tür, wie gesagt, wer nur bis 170 Grad mag: dann 25 Minuten) backen. Schmecken warm eigentlich noch besser als kalt.

War jetzt schon so viel Text, ich glaube, ich schreibe die anderen später.
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Angelina
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Beitrag von Angelina »

Hi, Zeit für ein neues Rezept. Das folgende nennt man in Deutschland "Dominosteine". Die werden einem zur Weihnachtszeit (also ab September) auch im Kaufhaus für ein paar Cents nachgeschmissen, die selber gemachten schmecken aber besser, denke ich. Perfektionisten machen die Dinger rechteckig und verzieren sie mit Mandelstückchen so, dass sie wirklich wie Dominosteine aussehen, das kann man aber auch sein lassen.
Alle Mengenangaben kann man nach Belieben vervielfältigen.
Man braucht zunächst einen LEBKUCHENTEIG.
REZEPT 1 (eher traditionell, ich mache daraus z.B. auch Lebkuchenherzen, die dann mit bunter Zuckerglasur verziert werden, wenn sie vom Backen noch warm sind):
(500 g Honig - kann auch fester sein -, 500 g Zucker - kann brauner oder weisser sein -, 4 Eier, 1 Esslöffel gemahlener Zimt, 1 Teelöffel gemahlene Nelken, 1 abgeriebene Orangenschale, 1,5 kg Mehl, 10 g geriebene Bittermandeln, je 2 gestr. Teelöffel Hirschhornsalz und Pottasche)
Honig und Zucker gut verrühren, erhitzen (nicht kochen lassen), dass sich alles gut auflöst, dann abkühlen lassen (muss unter 40 Grad haben, sonst klappt das mit den Reinrühren von den Eiern nicht). Eier mit Zimt, Nelken, Orangenschale und Bittermandeln schaumig schlagen. Wenn die Honigmasse abgekühlt ist, Eiermasse reinrühren. Mehl und Hirschhornsalz nach und nach reinrühren bzw. -kneten (ich mach's am liebsten per Hand, da braucht man sonst ein Hochleistungsrührgerät). Zuletzt Pottasche in etwas warmem Wasser auflösen und zuletzt drunterkneten (ich weiss, das ist das Blödeste). Den Teig 2 bis 3 Tage ruhen lassen, aber nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur.
REZEPT 2 (eher für Eilige):
(250 g Honig, 65 g Zucker, 100 g Butter, 350 g Mehl, 1 Teelöffel Lebkuchengewürz, 20 g Kakao, 3 Teelöffel Backpulver, 2 Eier, 2 Esslöffel Rum)
Honig, Zucker und Butter erwärmen, dabei verrühren (nicht kochen lassen), bis alles gut aufgelöst und vermischt ist, abkühlen lassen (unter 40 Grad). Eier mit Rum verquirlen, unter die Honigmasse rühren. Den Rest der Zutaten mit dem Mehl vermischen, alles zusammenkneten oder -rühren.

Den nach REZEPT 1 (nach dem Ruhen) oder REZEPT 2 hergestellten Teig streicht man etwa fingerdick auf ein Backblech (am besten auf Backpapier, kann aber auch gefettet sein), bei 170 Grad ca. 30 Minuten, bei höherer Temperatur kürzer backen (190 Grad ca. 20 Minuten).

Den fertigen Teig schneidet man in kleine Rechtecke oder Quadrate (ich nehme ca. 3x3 cm), die man dann nochmal in 2 Schichten schneidet und beliebig füllt. Marzipan ist bei der Füllung ein Muss. Ich bestreiche die beiden Lebkuchenstücke innen mit Konfitüre und lege eine Scheibe Marzipan in Lebkuchenstückgrösse dazwischen, aber man kann auch Tortenglasur, Wackelpudding (Götterspeise oder wie ihr dazu auch immer sagt), anderen Pudding oder festes Gelee zum Füllen (unter oder über dem Marzipan) verwenden. Man kann sich auch auf ein Lebkuchenplättchen unten beschränken (so sind die gekauften).

Am Schluss überzieht man alles mit im Wasserbad aufgelöster Schokolade.

Das Marzipan kann man natürlich als Rohmasse kaufen, mit beliebigen Aromazutaten oder Saft verkneten oder es auch bleiben lassen. Wer das Marzipan selber herstellen will und ein Gerät besitzt, mit dem er die Mandeln klein genug mahlen kann, es geht so:
MARZIPAN:
(250 g Mandeln, 250 g Puderzucker, 2 Esslöffel Rosenwasser - bekommt man notfalls in der Apotheke)
Mandeln abziehen (in warmes Wasser schmeissen, rausholen, die braune Haut muss dann abgehen), gut abtrocknen oder trocken werden lassen. Dann so lange mit der Mühle (es gibt sogar spezielle Mandelmühlen) bearbeiten, bis sie ganz fein sind.
Mit Puderzucker und Rosenwasser im Topf (Pfanne) verrühren und bei kleiner Hitze weiterrühren, bis sich die Masse vom Boden löst. Dann kann das Zeug gleich verwendet werden.
Viel Spass dabei .... Angelina
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Angelina
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Beitrag von Angelina »

Hallo, noch ein Rezept Weihnachtsguetsli (die aber auch sonst schmecken), dann ist es aber gut bis Dezember.

MÜRBETEIG-GUETSLI

Der MÜRBTEIG kann nach folgenden Rezepten gemacht werden:
(man kann bei beiden Rezepten auch gemahlene Nüsse, geriebene Schokolade, Schokoladenstückchen, Krokant usw. dazu mit rein kneten)

Zutaten REZEPT 1
(180 g Mehl, 80 g Zucker, 1/2 gestrichener Teelöffel Backpulver, 80 g Butter, 1 Ei, 1 Päckchen Vanillezucker, etwas abgeriebene Zitronenschale, eine Prise Salz)

Zutaten REZEPT 2
(500 g Mehl, 2 gestrichene Teelöffel Backpulver, 2 Eier, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, abgeriebene Schale einer Zitrone, 3 fein geriebene Bittermandeln, 250 g Butter)

Verarbeitung bei beiden Rezepten:
Mehl und Backpulver mischen, in die Mitte alle anderen Zutaten ausser Butter, die Butter oben drauf, alles zügig verkneten. Den fertigen Teig 1/2 bis 1 Stunde kühl (am besten im Kühlschrank) ruhen lassen.
Ausrollen, Formen ausstechen, je nach Temperatur (170 - 200 Grad) und gewünschter Bräune 12 - 25 Minuten backen (bei 190 Grad 15 Minuten müsste Mittelmass geben).
Mit Konfitüre, Zuckerglasur, Puderzucker und beliebiger Verzierung versehen.

Ich mache es meistens so:
Ich steche runde Formen und darauf passende Ringe aus. Die runden Formen bestreiche ich auf dem Backblech mit Konfitüre und lege die Ringe oben drauf, dann erst wird gebacken (ein bisschen länger als die oben angegebenen Backzeiten, aber nicht viel).
Nach dem Backen verziere ich die Guetsli mit Zuckerguss (Puderzucker mit beliebigem Saft, Cola oder Wasser angerührt) und streue Krokant darüber, vor allem, wenn im Teig gemahlene Nüsse sind.

Ich hoffe, ihr schaut mal hier rein, wenn das nächste Weihnachten naht.
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