Kampfhunde

Fragen oder Tipps zu Tieren und deren Haltung?

Moderator: schnuesibuesi

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schnuesibuesi
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Kampfhunde

Beitrag von schnuesibuesi »

Hallöchen

Immer wieder hört man ja von diesen Kampfhunden, und das sie immer wieder Leute angreifen. Ich möchte gerne eure Meinung dazuwissen.

Ich denke kein Hund ist von Natur aus agressiv und bissig. Es kommt immer auf die Erziehung und die Haltung des Besitzers an.

Bei meinen Eltern (dort wo ich aufgewachsen bin) hat jemand, einen Rottweiler gehabt, welcher wirklich ganz lieb war. Wir durften ihn auch immer streicheln und mit ihm spielen. Er ist dann an einer Krankheit gestorben und der Besitzer hat sich 2 neue Rotweiler gekauft.

Mit diesen ist er aber ganz anders umgegangen, und hat sie streng und agressiv erzogen. Der jüngere hat dann auch mehrmals Leute angegriffen, auch mal ein kleiner Junge, der dann ins Spital gebracht werden muss um eine Wunde zu nähen (in der Hoden-Gegend) ..
..dem Besitzer wurden die Hunde nun weggenommen und er darf keine mehr haben im Kanton Baselland....

..das ist doch ein völliger Witz...er kann zwei 3 Dörfer weiterziehen, da ist nämlich bereits Kanton Solothurn und dort darf er wieder Kampfhunde haben.

Wie ist eure Meinung dazu.
LG
Schnüsibüsi
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rammstein
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Beitrag von rammstein »

ich finde ein solches gesetz sollte gesamtschweizerisch gelten. aber für mich sind es arme menschen, welche einen (kampf)hund so erziehen. Bild
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rhiannon
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Beitrag von rhiannon »

es sind arme hunde die so erzogen werden. kein hund ist von natur aus agressiv - aber er ist und bleibt ein tier, das darf man auch nicht vergessen. wenn er sich angegriffen fühlt, verteidigt er sich. es gibt eben auch viele mütter die ihren kindern nicht sagen wie man sich mit tieren verhält, die kann man nicht einfach so am schwanz, ohren usw. ziehen.

ich bin natürlich auch dagegen hunde zu kampfhunden usw. auszubilden. bei wachhunden ist das etwas anderes. die sind ja zum bewachen da. ausserdem sollte jeder hund ein geeignetes umfeld haben, man kann ja keinen riesenhund in einer kleinen wohnung aufziehen wenn man dazu noch einen 100% job hat.

lg rhia
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Yudihui
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Beitrag von Yudihui »

Ich finde es ganz ok, dass dem Hundehalter ein Hundehaltungsverbot auferlegt wurde, finde die CH Gesetzgebung diesbezüglich jedoch auch lächerlich.
Ich fände es begrüssenswert, wenn alle angehenden Hundehalter einen Hundeführerschein machen müssten, bevor sie sich überhaupt einen Hund zulegen dürfen. Anschliessend, wenn sie dann den Hund haben, sollte ein Erziehungskurs das mindeste sein, welchen sie mit ihrem Hund besuchen und am Schluss eine Prüfung bestehen müssten. Bei Gebrauchshunderassen (Deutsche Schäfer, Rotweiler, Dobermann, Schnauzer, usw) sollte Hundesport obligatorisch sein, damit die Hunde auch sinnvoll beschäftigt werden.

Nebenbei, in der Beissstatistik vom Kt. Basel-Stadt rangiert der Golden Retriever an erster Stelle, was mich bei diesem "Modehund" nicht verwundert. Leider haben da einige Vermehrer das fette Geld gerochen und vermehren wahllos Hunde. Diese Hunde kommen z.T. leider, auf Grund von Wesensmängeln der Elterntiere, agressiv zur Welt oder sie haben eine sehr schlechte Prägungsphase was zu sog. Angstbeissern führen kann.
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schmutzli
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Beitrag von schmutzli »

Hallo zusammen
ich komme nun auch noch mit meiner bescheidenen Meinung.

Ich bin auch der Ansicht, dass man als Hundebesitzer zuest mal einen Hundehalter-Eignungstest machen müsste. Ich kann ja auch nicht einfach so Auto fahren! Das Problem liegt nämlich bei denen und nicht bei den Hunden. Da würden dann ca. 75% rausfallen und nur noch die "echten" übrigbleiben, die einen Hund nicht aus Prestige, Angeberei, Machtgehabe oder was weiss ich haben, sondern weil sie das Tier als solches lieben und es als Kollegen betrachten.
Was das beissen angeht: Yudihui hat's ja schon gesagt, es sind nicht die "Kampf"-Hunde die das Problem darstellen. Eine Kollegin hat einen Pitbull der keiner Fliege was zuleide tut (OK, man kann bei einem Hund nie NIE sagen, aber ihr wisst was ich meine). Andererseits ist bei uns im Quartier ein Dackel, der sprichwörtlich jeden in die Waden beisst ...

Als Besitzer eines Rasse-Hundes, der notabene NICHT überzüchtet ist bin ich auch klar der Meinung dass gerade von Seiten einiger Hundezüchter ein dickes Geschäft gemacht und einfach "produziert" wird . Da müsste halt der Verband einmal eingreifen. Aber den Damen und Herren geht's ja wohl auch mehr um's eigene Ansehen als um das Wohl der Hunde.
Wie sonst könnte man so abartiges wie die geschorenen Pudel oder die vor lauter eingedrückter Nase kaum mehr zu Atem kommenden und andere mehr als Rassesieger erküren ...

so - das wär's mal für den Moment
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Sassy
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Beitrag von Sassy »

Hundeführerschein das fehlt hier in der Scheiz aber wenn, dann bitteschön für alle Hundehalter. Exotische Tiere darf ja auch nur der halten, der Nachweisen kann,das die Tiere mit Sachverstand artgerecht gehalten werden.
In Deutschland gibt es ja diesen Sachkundenachweis und den Wesenstest für die Hunde. Doch das ist keine Lösung auf Dauer, ebensowenig wie ein Zuchtverbot.
Was ich als sehr bedenklich empfinde ist die Aussage, die Hunde würden nur durch Erziehung agressiv. Dies ist leider nicht so. Es sind ja oft auch Familienhunde die in Beissunfälle verwickelt sind. Sicher ist die HAltung mitentscheidend, was aber nie vergessen werden ist, dass diese Hunde für Hundekämpfe gezüchtet wurden, das heisst die natürliche Beisshemmung wurde wegezüchtet ebenso ist durch die Zuchtauswahl die Reizschwelle dieser Hunde sehr tief. Da kann beim liebste Bulli unerwartet eine Beissattacke ausgelöst werden. Das sollte sich JEDER Halter der betreffenden Rassen bewusst sein und sich entsprechend mit dem Verhalten der Hunde ausseinandersetzen. So könnten sicher viele Unfälle vermieden werden.
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jojo
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Beitrag von jojo »

Mein Vater hatte lange Rottweiler.Die waren auch lieb und zutraulich.Es hängt halt sehr stark damit zusammen wie er erzogen wird oder was er in der Welpenzeit erlebt hat.
Der Rottweiler an sich ist halt kein Schosshund auch bei guter erziehung.
Schrotty
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Beitrag von Schrotty »

Hallo zusammen

Also Hunde sind liebevolle Lebewesen. Hunde sind treue Begleiter egal was für eine Rasse nur der MENSCH der ist ein A............ Die Menschen wollen nur das Beste daraus machen und damit noch Geld verdienen.
Der Mensch macht die Hunde KAPUTT.
Muss sagen wenn man zu den Hunden liebevoll ist dann sind sie es auch. Egal es hängt von uns Menschen ab wie die Hunde werden ( sollen) Muss noch sagen man sollten nicht die Hunde sondern die Menschen die sie Abrichten hart sehr hart Bestrafen.
Ich Arbeite mit Tiere zusammen bin Tierpfleger und muss sagen Tiere sind treue Lebensgenossen nur wenn man sie versteht und sie achtet.

Schrotty
peterle9
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Re: Kampfhunde

Beitrag von peterle9 »

Die sollten auch die Besitzer registrieren die Hunde schon einmal aggressiv erzogen haben. Ich denke auch das keine Kampfhunde(Labrador) richtig böse aufgezogen werden können und jemanden dadurch auch verletzten können. Hunde sind so tolle Tiere, die haben solche Idioten nicht verdient
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