Wer erzieht unsere Kinder?

Eltern sein ist nicht immer leicht, hier kannst Du mit gleichgesinnten reden.
Gewissen
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Wer erzieht unsere Kinder?

Beitrag von Gewissen »

Die Eltern oder AE (AlleinErziehenden) können es nicht sein, da sie fünf Tage in der Woche arbeiten und die Kinder nur morgens, abends und am Wochenende sehen. Und somit sehen die das Kind seltener in Aktion als eine Krippenleiterin.
Eine Krippenleiterin kann aber mit 10 - 20 Kinder unmöglich auf jedes einzelne eingehen und erziehen.

Wer also erzieht unsere Kinder?
rhiannon
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Beitrag von rhiannon »

gute frage. ich denke dass sich viele kinder selbst erziehen. die kinder verbringen sehr viel zeit in der schule, krippe, usw. und dessahlb finde ich es sehr sehr wichtig dass sie dort die allerbeste betreuung erhalten. unsere kinder sind ja unsere zukunft! aber leider sehen das nicht alle lehrer so. aber schlussendlich können die kinder wenn sie älter sind auch von schlechten lehrern etwas lernen - nicht so werden wie sie.
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Beitrag von admin »

rhiannon hat geschrieben:...unsere kinder sind ja unsere zukunft! aber leider sehen das nicht alle lehrer so.....
nicht nur lehrer, das sollten die politiker , die manager, und überhaupt alle andern auch bedenken.
motte
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Beitrag von motte »

und trotzdem orientieren sie sich an uns... wir sind ihnen vorbild und sollten uns dessen bewußt sein... ab einem gewissen alter orientieren sie sich an gleichaltrigen und dann wäre es gut wenn sie sich selbst ein gesundes urteil über menschen machen könnten...
sicherlich gehen sie ihren eigenen weg aber trotz alledem haben wir sehr viel einfluß auf sie
ich bin auchalleinerziehende mutter (15 und 11 jahre) und merke langsam wie meine einstellungen zum leben auch auf die kinder fruchtet...(umweltbewußtsein, sozialverhalten usw.)
auch wenn man weniger zeit hat als in den intakten familien sollte man wenigstens die zeit die man/frau hat gut nutzen...
sicherlich spielen auch die pädagogen drumrum auch mit eine rolle und haben ihre wirkung... (verheerend manchmal darum zu wissen wenn ich mir die lehrer anschaue)
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marta
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Beitrag von marta »

wir als eltern sind in erster linie die erzieher! dicht gefolgt von den weiteren familienangehörigen und den kindergärtnerinnen.

stark erzieherisch prägend sind aber auch andere kinder, fällt mir auf.
lg marta
rhiannon
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Beitrag von rhiannon »

marta hat geschrieben:stark erzieherisch prägend sind aber auch andere kinder, fällt mir auf.
das ist mir auch schon aufgefallen! es ist bestimmt wichtig das kinder mit gleichaltrigen kontakt haben.
maerchenmond
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Beitrag von maerchenmond »

Es sind die Eltern, die Ihre Kinder erziehen!
Ja sicher haben, externe betreuung auch einen Einfluss.
Aber das Hauptvorbild ist und bleibt Mama und Papa!
Ist doch schön zu wissen das wir als eltern doch noch so viel Einfluss haben.
Das ist meine persönliche meinung als Vater und Pädagoge.
nudlä
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Beitrag von nudlä »

meine erfahrungen dazu sind sehr unterschiedlich. ist mir klar, dass nicht alles über einen kamm zu scheren sind. aber ich hab in den versch. klassenstufen die ich unterrichtet hab, sehr grosse unterschiede festgestellt.

in der sekundarschule spürte ich beim grössten teil der schüler, dass die von zu hause aus "gut erzogen" sind. in der realschule gabs schon rel grosse differenzen. das heisst, es gab schüler, welche einen "gepflegten" umgang hatten und welche, denen man das erst beibringen und erklären musste. bei den kleinklassen wars zum teil sehr krass. es war allerdings auch eine spezielle situation. wenn sich ein mädchen im alter von 13 jahren prostituieren lässt und das mehr oder weniger auch an der schule "auslebt" ist vorprogrammiert, dass die jungs in dem alter mit der situation komplett überfordert sind... traurig aber wahr: der klassenlehrer fühlte sich nicht verantwortlich mit der mutter besagter schülerin zu reden oder mit dem mädchen selbst...

im grossen und ganzen habe ich aber schon das gefühl gehabt, dass wir lehrer einen grossteil der "grund"erziehung übernehmen mussten. wenn ich mit meiner schulzeit verglichen habe, gabs da schon einiges, was wir uns niemals erlaubt hätten.

kleines beispiel dazu: ein schüler wurde von mir verwarnt, weil er nur bockmist fabrizierte und den gesamten unterricht störte. er glaubte mir nicht, machte weiter, ich "schmiss" ihn raus, ins andere schulzimmer. dort fand er es toll die seife im zimmer zu verteilen. folge: 1h nachsitzen. beim 1. termin tauchte er nicht auf. einen tag vor dem 2. termin brachte er ein schreiben der mutter, sie lasse sich ihren freien tag mit ihrem buben (15 jahre!) nicht nehmen. (die eltern betreiben ein restaurant, die jungs wachsen im spunten auf! zeit für die kinder blieb sehr wenig) ich rief darauf die mutter an, ob das ihr ernst sei. die bejahte. ich erklärte ihr, wie sich ihr sohn so aufführte. interessierte sie nicht.
weil es meine letzte schulwoche in jener gemeinde war, wusste ich, dass ich eh nichts unternehmen konnte. auch wusste ich inzwischen, dass ich bei der frau auf granit beissen würde. also nutze ich die einmalige gelegenheit und sagte ihr, sie soll mich am a... lecken. und hängte auf. *räusper* heut würd ich mich das nicht mehr trauen. aber ich bin froh, dass ich es damals gemacht hab. auch wenns pädagogisch wohl "nicht ganz sauber" war *g*.


aber der "trend" wendet sich wohl wieder: wenn ich heute mit eltern so in meinem alter rede, legen die wieder sehr viel wert auf eine ordentlich erziehung.

jetzt bei den berufsschülern ist das wieder anders. nicht wirklich mit der volksschule zu vergleichen.
*underdähuubä*
rhiannon
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Beitrag von rhiannon »

es ist sicherlich nicht einfach lehrer zu sein! aber ich versehe eltern nicht die so, wie du es beschrieben hast, reagieren! wenn ein kind was anstellt in der schule oder wo auch immer sollte es die konsequenzen auch tragen. da sollten auch die eltern dahinter stehen. wenn nicht untergraben sie die autorität der lehrer und für die kids ist es auf jedenfall nicht gut.

ehrlich gesagt bin ich sehr froh das ich mit unseren kindern zuhause sein kann und sie noch eine weile unter meiner "strengen" obhut sind ;o)
lessa
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Beitrag von lessa »

Was soll eigentlich dieser "Rundumschlag"; "die Eltern oder AE können es nicht sein, da sie 5 Tage die Woche arbeiten".
Mag ja sein, dass das bei einem Teil zutrifft, nur komischerweise kenne ich grad keinen einigen solchen Fall in meinem Bekanntenkreis. Bei den meisten arbeiten beide oder zumindest einer Teilzeit und sogar bei den Alleinerziehenden ist das meist die Regel. Nun gut, mein Bekanntenkreis ist womöglich nicht so repräsentativ, aber ich denke, so ein "Pauschalurteil" ist doch etwas zu hart.
Wie auch immer, ich denke, bei der Erziehung eines Kindes gibt es viele "Mitspieler", was übrigens nicht unbedingt ein Nachteil sein muss... und letztlich erzieht sich das Kind auch selber mit.
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