Derzeit läuft die längste "Big Brother"-Staffel aller Zeiten. Doch damit soll nicht genug sein. Die Show soll mit der nächsten Staffel, die im März beginnt, endlos laufen. Dafür plant die Produktionsfirma Endemol eine eigene Stadt
Die RTLII-Reality-Show "Big Brother" soll in eine Endlos-Schleife gehen. Die neue Staffel werde im März nächsten Jahres nahtlos an die aktuelle Show starten. Diese soll dann zeitlich unbegrenzt laufen, erklärte Geschäftsführer der Produktionsgesellschaft Endemol Deutschland, Borris Brandt. Theoretisch könne es ein Leben lang dauern.
Auf rund 4000 umzäunten Quadratmetern baut dazu die Endemol derzeit eine eigene kleine Stadt - mit Geschäften, Marktplatz, Kirchturm und Wäldchen. Die neuen Kandidaten sollen Jahrzehnte, wenn nicht ihr ganzes Leben in dieser Kunstwelt verbringen - Hochzeiten und Scheidungen, Geburten und Lebenskrisen inklusive.
In der Stadt werden die Kandidaten in Gruppen zusammenziehen, 24 Stunden am Tag beobachtet von mindestens 100 Kameras, 120 Mikrofonen und vermutlich Millionen Deutschen . Es sollen vornehmlich Arbeitssuchende ausgesucht werden. Sie sollen das Abitur nachholen, die Meisterprüfung machen oder Sprachen lernen.
Es soll auch eigene Arbeitsplätze geben. "Wir werden mehr wahres Leben drin haben, indem wir die normalen Lebenswelten der Menschen, also auch die Arbeitswelt mit hineinnehmen", sagte Brandt dem Berliner "Tagesspiegel“. Es gebe in der Stadt "ganz normale Arbeitsplätze mit einem ganz normalen Gehalt", betonte Brandt. Es soll allerdings auch die Möglichkeit bestehen, außerhalb der Stadt zu arbeiten.
Medienpsychologe Jo Groebel warf Endemol vor, dass kein Kandidat abschätzen könne, was es bedeute, über viele Jahre in einer Kunstwelt zu leben. Es bestehe die Gefahr, anschließend nicht mehr in die reale Welt einsteigen zu können. Wer da auf die Mündigkeit der Kandidaten verweise, habe "ein eiskaltes Mündigkeitsverständnis".
"Big Brother"-Produzent Rainer Laux wies die Kritik zurück: "Diesen Vorwurf hätte man uns vor der ersten Staffel machen können, aber nicht während der fünften." Jeder Kandidat wisse, was ihn erwarte.
Einen ersten Bewerber soll es bereits geben – der ehemalige „Big Brother“-Bewohner Jerry, der im September rausgewählt wurde. Den bis Ende Februar verbliebenen Kandidaten der aktuellen Staffel soll angeboten werden, gleich dazubleiben.
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das ist doch komplett krank! soll wohl sowas werden wie "the trueman show"?? mit dem unterschied, dass alle beteiligten bescheid wissen. mindestens am anfang. denn, sollte das wirklich in die realität umgesetzt werden, wärs ja durchaus möglich, dass dort auch kinder geboren werden und dann tatsächlich a la trueman aufwachsen.
mir kommt das kalte k... so eine bescheuerte gesellschaft. wahrscheinlich gibts dann wirklich noch menschen, die sich den bockmist reinziehen werden.



