glauben?!

Wie es der Name schon sagt.
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Angelina
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Beitrag von Angelina »

Ciao Rhiannon, Vincenzo hat zu dem Thema bestimmt eine Menge zu sagen, ich will ihm auch nicht vorgreifen. Deine Beschreibung hat bei mir aber eine "verwandte Saite" angeschlagen, ich habe lange ganz ähnlich gedacht wie du. Aber es waren eigentlich 2 Gesichtspunkte (oder einer, wie man's nimmt), die mich davon abgebracht haben:
Einmal war mir nie ganz wohl dabei, dass jeder sich seine Überzeugung zusammenschustert, wie's ihm gerade gefällt. Das hat so was von Beliebigkeit, Unverbindlichkeit und Haltlosigkeit an sich wie die ganze Gesellschaft. Und irgendwo bekommst du deine Werte ja her, das kannst du nicht kontrollieren, anderen Menschen sind bestimmt immer andere Dinge wichtig als dir, da sind die Konflikte vorprogrammiert.
Das andere hängt damit zusammen: Die Werte in der Gesellschaft wandeln sich. Vor 30 - 40 Jahren (im Gegensatz wahrscheinlich zu dir kann ich mich daran gut erinnern) hat man Naturschützer als "Vogelkundler", "Waldspinner" und Ähnliches beschimpft, die meisten standen auf dem Standpunkt, wenn sich Jugendliche an Strassenbäumen tot fahren, müssen die Bäume eben weg, weil Menschen wichtiger sind. Das hat sich bis jetzt ganz entscheidend verändert. Menschen sind nun mal nicht allwissend und neigen dazu, das, was ihnen gerade eingeredet wird, als den "Nabel der Welt" zu betrachten.
Keine Religion kann natürlich jede Modeerscheinung und alle möglichen Werte behandeln, aber das Christentum ist die umfassendste Weltanschauung, die ich kenne, gerade weil es bei starren Verhaltensregelungen die Einstellung fördert: Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig (2. Brief des Paulus an die Korinther, Kap. 3, 6). Das war übrigens auch die Antwort des Geistes auf meine unverschämte Frage, warum Gott denn nicht dafür gesorgt hat, dass die Bibel etwas einfacher zu verstehen ist (wenn schon ein staatliches Gesetz alle 2 Jahre nachgebessert werden muss, dann alle Achtung vor etwas, das ein paar 1000 Jahre lang wenigstens mit Mühe verständlich ist).
rhiannon
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Beitrag von rhiannon »

Angelina hat geschrieben:Einmal war mir nie ganz wohl dabei, dass jeder sich seine Überzeugung zusammenschustert, wie's ihm gerade gefällt.
eben gerade das mag ich. jeder mensch ist anders und so wie jeder mensch anderes essen mag hat er auch eine andere auffassung vom glauben. am christentum gefällt mir nicht dass sie sich über die natur heben. ich finde es ganz gut so, dass die menschen langsam zur natur zurückkehren und ich denke dass unser neues jahrtausend davon geprägt sein wird. soviel ich weiss steht im alten testament dass gott uns zu herrschern über die welt gemacht hat - ich finde die welt ist ein selbstfunktionierendes system und wir sollten uns versuchen darin einzugliedern ohne das gleichgewicht zu stören. und das ist für mich im christlichen glauben zu wenig vertreten.
Angelina hat geschrieben:Keine Religion kann natürlich jede Modeerscheinung und alle möglichen Werte behandeln, aber das Christentum ist die umfassendste Weltanschauung, die ich kenne, gerade weil es bei starren Verhaltensregelungen die Einstellung fördertder Geist macht lebendig (2. Brief des Paulus an die Korinther, Kap. 3, 6).
das ist natürlich klar und ich bin sehr froh darüber, dass ich in einer zeit leben dart wo ich nicht für meine ansichten getötet werde.

es ist wohl auch schwer den glauben von der kirche zu trennen - und vorallem gehen mir all die geschichten nicht aus dem kopf wo die kirche verantwortlich ist - missionierungen in afrika und anderen ländern, die kreuzzüge, hexenverbrennungen, exkommunizierungen, all die archive im vatikan, sexuelle unterdrückung, unterdrückung der frau, nicht anerkennen des fortschrittes usw.
ausserdem mag ich die ganze sexuelle unterdrückung der kirche nicht.

ich finde natürlich viele bereiche vom christlichen glauben absolut spitze - nächstenliebe, vergebung usw.

ich möchte natürlich niemanden von meinem glauben überzeugen oder sowas. sowas liegt mir fern. über meinen glauben spreche ich normalerweise auch mit niemandem.

auch finde ich sollten die menschen langsam alle zusammenfinden. alle weltreligionen haben die wahrheit in sich und sind auf die verschiedenen völker angepasst. für die zukunft hoffe ich das diese religionen zusammenfinden. darum ist mein glaube auch von all diesen religionen geprägt.
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vincenzo
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Beitrag von vincenzo »

Rhia, wa bedeuten für dich Jesus oder Mohammed, hast du schon die Bibel mit dem Koran verglichen?
Wir sind alle Geschöpfe Gottes, aber nur wenn du Ihn als Vater annimmst, bist du ein Gotteskind
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vincenzo
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Beitrag von vincenzo »

ich lese gerade von Vatikan, sexuelle Unterdrückung.
Was hat das mit der Bibel zu tun? In der Bibel existiert kein Vatikan, kein Papst, keine Veruteilung von Sex. Im Gegentteil, lies einmal das Hohelied der Liebe, hocherotisch. Was die Bibel sagt, dass Sex in die Ehe gehört
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Beitrag von rhiannon »

für mich ist jesus jemand der dem göttlichen wissen näher ist. ich finde ihn eine eindrückliche person und ich mag ihn sehr. aber es gibt auch noch viele andere die dem göttlichen wissen so nahe waren und nicht so "populär" sind wie jesus.

wenn ich gott als vater bezeichnen würde, würde ich ihm eine gestallt geben. das möchte ich nicht. wenn ich gott ein geschlecht geben würde, wohl eher ein weibliches (vielleicht weil ich selber eine frau bin, die erde auch die und nicht der heisst, oder einfach weil die frau gebären kann?) - das möchte ich aber nicht tun. ich sehe gott eher als eine kraft, masse an von der jedes lebewesen ein stück abgekommen hat (seele). gott ist alles und nichts. und die meisten menschen, auch ich, etwas beschränkt sind und unsere sinne abgestumpft, versuche ich zuerst denn göttlichen teil in mir zufinden und dieser teil wird mir dann gott als ganzes zu begreifen geben. ob das noch zu meiner jetzigen daseinsform geschehen wird - ist ungewiss - wohl eher nicht, da ich nicht zu den auserwählten gehöre. das ist der unterschied zwischen jesus und mir. darum konnte jesus andere lehren, während ich zuhören muss und versuche zu verstehen.
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Beitrag von rhiannon »

vincenzo hat geschrieben:ich lese gerade von Vatikan, sexuelle Unterdrückung.
Was hat das mit der Bibel zu tun?
mit der bibel nichts, aber es ist immer im hinterkopf wenn ich übers christentum nachdenke.

vielleicht sollten unsere christlichen kirchen anderst organisiert sein.

ich war einmal im vatikan und da läuft es einem kalt den rücken runter und man fühlt sich dort wie eine "in blut ertränkte ameise" - sorry für dieses komsiche bildnis, aber das ging mir durch den kopf als ich dort war. die kirche representiert nunmal den glauben. daher neige ich eher zum "unorganisierten" glauben
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Angelina
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Beitrag von Angelina »

hey Rhia, dafür ist doch die Bibel da, die sagt ja auch, dass es eine Menge falsche Propheten geben wird, und ich glaube schon, dass die Päpste (die in der Bibel nicht erwähnt werden) mit ihren Kreuzzügen, Hexenverbrennungen, Rüstungsaktien etc. dazugehören...
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Beitrag von rhiannon »

ist vielleicht ein etwas kindischer gedanke - aber weshalb ist im alten testament die schlange die böse??? -> ich weiss es ist ein bildnis. aber die schlange ist doch schon seit jeher ein zeichen für inteligenz.

steht in der bibel auch, das man den glauben verbreiten soll und die "ungläubigen" bekehren?
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vincenzo
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Beitrag von vincenzo »

Liebeszauber

Verzaubert hast du mich,
Geliebte, meine Braut!
Ein Blick aus deinen Augen,
und ich war gebannt.
Sag, birgt er ein Zauber, der Schmuck an deinem Hals?

Wie glücklich du mich machst
mit deiner Zärtlichkeit!
Mein Mädchen, meine Braut,
ich bin von deiner Liebe
berauschter als von Wein.
Du duftest süsser noch
als jeder Salbenduft.

Wie Honig ist dein Mund,
mein Schatz, wenn du mich küsst,
und unter deiner Zunge
ist süsse Honigmilch.
Die Kleider die du trägst,
sie duften wie der Wald
hoch auf dem Libanon.


-Hohelied 4, 9-11-

ein Beispiel für Bibellose
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Beitrag von Angelina »

Mit Schlange ist oft Drache gemeint (Offenbarung 12,9 - 12,15 - 20,2). Die Schlange ist in der Bibel auch nicht immer böse, einmal wird sie sogar ausdrücklich erhöht (4. Mose 21,9).
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