2003 wurden deutlich weniger gefährliche Gegenstände im Handgepäck gefunden als 2002.
Im vergangenen Jahr wurden bei Handgepäckkontrollen 44 362 gefährliche Gegenstände sowie 320 Faust- und Handfeuerwaffen beschlagnahmt, wie Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, am Montag auf Anfrage der sda erklärte.
Während eine Waffe weniger gefunden wurde als 2002, nahm die Zahl der gefährlichen Waren um 32 Prozent ab. 2002 waren wegen der nach dem 11. September 2001 verschärften Sicherheitsbestimmungen 65 678 Gegenstände beschlagnahmt worden, davon über 42 000 Alltagsgegenstände.
Vom Handgepäck in den Reisekoffer
Die Abnahme ist laut Oberlin auf gelockerte Vorschriften und gesunkene Passagierzahlen zurückzuführen. Zudem hätten viele Passagiere aus ihren Erfahrungen gelernt und Feilen, Sackmesser, Pinzetten oder Stricknadeln im aufgegebenen Gepäck verstaut. Dass aber auch dort nicht alles mitgenommen werden darf, zeigen die 9364 Gegenstände (&27 Prozent) und 5202 Waffen (&5 Prozent), die bei den Gepäckkontrollen gefunden wurden.
In Flugzeugen darf seit jeher nichts transportiert werden, was mit Brand- oder Explosionsgefahr verbunden ist, betonte Oberlin. Dazu gehören Flüssigkeiten wie Petrol, Lampenöle, Feuerzeuggas, Brennpaste oder Benzin sowie Gaskartuschen.
Farben, Lacke, Säuren, Laugen oder Chemikalien sind wegen Brand- und Ätzgefahr verboten, benzinbetriebene Motoren, Feuerwerk und Leuchtraketen wegen Explosionsgefahr und Autobatterien wegen Ätzgefahr. Nicht an Bord dürfen Benzinkocher mit integriertem Tank.
Bei Gaskochern müssen die Kartuschen entfernt werden, und Druckluftflaschen dürfen nur entleert mitgenommen werden. Weil Taucherlampen und Halogenleuchten hohe Temperaturen erreichen und damit einen Brand verursachen können, müssen Batterien oder Akku separat verpackt sein.
4450 Feuerwerke
Dennoch wurden laut Kapo-Sprecher Oberlin 1980 Taucherlampen sichergestellt. Entdeckt wurden zudem 4450 Feuerwerke, 1180 Gasbehälter, 1420 benzinbetriebene Kocher, Flaschen oder Lampen, 690 Benzinmotoren, 530 Autobatterien und 220 diverse Gegenstände wie Farbverdünner, Teppichmesser, Fleischgabeln und Feuerzeuge, die aussehen wie Handgranaten.
Wer in den Ferien nicht auf sein Besteck oder den Gaskocher verzichten will, sollte sich bei der Fluggesellschaft informieren, ob und wie die Waren zu transportieren sind. So können gewisse Produkte mit einer Gefahrengut-Deklaration als Frachtstück aufgegeben werden.
einfach unglaublich was die leute alles mitnehmen wollen


