Yellownet und die soziale Kompetenz

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iolaos
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Yellownet und die soziale Kompetenz

Beitrag von iolaos »

Die Rebellion des kleinen Mannes

Da ich nun weiss, dass Die schweiz. Post ihre Softwareaufträge nach Indien vergibt, war ich über die massive Gebührenerhöhung dermassen entrüstet, dass ich spontan eine E-Mail an Yellownet geschrieben habe, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Wer seine Konto auch via Yellownet verwaltet und ähnlich empfindet darf den Text kopieren und gleich oder verändert auch an yellownet@post.ch senden.

Vielen Dank für die Preiserhöhung von 0.- auf 24.- für Yellownet.
Da Sie Ihre Softwareaufträge nach Indien geben und somit Arbeitsplätze, das Geld und die Steuern dorthin abwandern ist es nichts anderes als logisch, dass Sie die Preise für Yellownet massiv erhöhen müssen, denn schliesslich haben sie ja viele Millionen an Ausgaben gespart und die schweizerische Wirtschaft stark geschwächt.

Dieses Vorgehen kann man als Logistik oder Business betrachten, es ist aber nicht falsch dies als kleine aber effektive "terroristische" Machenschaft gegen das eigene Land zu deklarieren.

Meine Meinung zu der schweizerischen Post:
Sozialkompetenz=0
Geldgier=masslos

Weiter so, vielleicht finden Sie ja einen Weg, dass es Ihren Arbeitsplatz morgen nicht mehr braucht - frei nach dem Motto: " Nach mir die Sintflut."

Mit freundlichen Grüssen
Selbstverständlich habe ich diese E-Mail mit meinem Namen unterschrieben und freue mich schon auf die tollen Ausreden - falls überhaubt geantwortet wird. :lol:
Zuletzt geändert von iolaos am 16.05.2004, 00:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von admin »

interessant zu wissen und die antwort interessiert mich. bitte poste diese, falls du eine bekommst.
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iolaos
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Beitrag von iolaos »

Nun denn, hier die Antwort.
Sehr geehrter Herr ***

Vielen Dank für Ihre E-Mail.

PostFinance will mit den Sets aktive Kundenbeziehungen belohnen. Wer PostFinance als Hauptfinanzinstitut wählt und mehr als CHF 7500.- innerhalb eines Finanzpakets angelegt hat, erhält dieses kostenlos.
Wer weniger als diesen Betrag im Set angelegt hat, bezahlt (abhängig von der Setwahl) ungefähr den gleichen Betrag wie heute. Somit bleibt PostFinance auch für weniger vermögende Kunden weiterhin eines der günstigsten Finanzinstitute.

Wir würden uns freuen, Sie weiterhin zu unseren Kunden zählen zu dürfen.

Wir bedanken uns für Ihr entgegengebrachtes Interesse und stehen für weitere Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

*** ***
Mitarbeiterin Pricing Hotline

Die Schweizerische Post
Postfinance
Beratung und Verkauf
Engehaldenstrasse 20
3040 Bern
War nicht anders zu erwarten.
Den reichen wird gegeben und wer wenig hat der soll gefälligst dafür bezahlen. :(

War gerade noch online auf meinem Konto nachschauen. Die oben genannten "Sets" sind mir nicht begegnet - auch egal, hab eh gerade keine 7'500 Kröten übrig um diese auf dieses Konto zu verschieben um danach bevorzugt behandelt zu werden - sprich keine Gebühren mehr bezahlen zu müssen. :lol:
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Beitrag von admin »

jaja, so ein lieber standard-brief.

sie könnten gerade einen autoresponder auf diese mails konfigurieren mit der standardantwort und vielleicht der möglichkeit irgendwo anzukreuzen JA ich bin zufrieden mit ihrer antwort und tut mir leid das ich geschrieben habe.
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iolaos
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2. Akt

Beitrag von iolaos »

Habe mir im Internet etwas ersteigert.
Sofort mittels Yellownet (Postfinance) dem Verkäufer den Kaufbetrag von 20.- überwiesen.
Die Ware sollte per A-Post geliefert werden.
Nachdem das Geld seit 4 Tagen auf dem Konto des Verkäufers gutgeschrieben war (wurde auf meinem Yellownet-Konto ausgewiesen und belastet), ich jedoch noch nichts erhalten hatte, bei diesem per E-Mail nachgefragt.
Er habe kein Geld von mir erhalten.

Also telefonierte ich meiner Kontenbetreuerin bei Yellownet.
Sie verschaffte sich sogleich Einblick in meine Kontendaten und sah, dass PC-Nr der Bank, BC-Nr des Begünstigen und Lastschrift der 20.- aufgeführt wurden.
Der Fehler liege bei mir, da ich anstelle der PC-Nr der Zielbank die IBAN-Nr des Begünstigen eingegeben habe. :oops:
Ich bemerkte, dass nicht jeder ein Bänker sei und die Software in diesem Falle weder Hilfe noch eine Fehlermeldung ausgegeben habe (IBAN=beginnt mit CH dann folgen 19 Ziffern, PC-Nr. xx-xx-x oder so, also eigentlich leicht zu unterscheiden).
Sie bestätigte die mangelhafte Eingabemaske und schlug folgende Lösung vor:
Ich solle einen Service aktivieren der sich Nachforschungen nennt und mir mit 15.- pro angebrochene 15 Minuten verrechnet wird. - HAHA und das um 20 verschlampte Fränkli zu suchen!!!
Einen anderen Weg gäbe es nicht. :abgelehnt:

Tags darauf dachte ich, es könnte sich bei den irgendwo im Nirwana verschwundenen 20sFr. um ein technisches Problem handeln – also Yellownet-Hotline angerufen.
Hier derselbe glorreiche Lösungsansatz: 20.- suchen lassen und dafür 15.- pro angebrochene 15 Minuten abdrücken– die würden sich sicherlich 1 Stunde Zeit nehmen das verlorene Geld zu finden oder ev. sogar noch länger. Bild

DIE SPINNEN DIE PÖSTLER UND EINEN S****** WERD ICH TUN!! Bild (Ups! OK hab mich wieder gefangen - lateinamende).
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Beitrag von schnuesibuesi »

Oje, das die Software das nicht merkt, ist wirklich aergerlich :!:

:arrow: Ich habe ein Postkonto eroeffnet, und zwei Tage spaeter wurde das mit den neuen Spesen publik. Also ich fand das ja auch ganz schoen frech, dass sie mir bei der Eroeffnung nichts gesagt haben, die Mitarbeiter wussten das ja sicher.

ich aergere mich ab meinem Arbeitgeber genauso, die haben teure Preise, riesige Gewinne, aber profitieren tun doch nur die Manager :(
LG
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Letzter Akt

Beitrag von iolaos »

Irgendwie lies mir die Sache keine Ruhe.

Also noch mal die Nummer meiner Kontobetreuerin angerufen.
Da jedes Mal eine andere Frau am Apparat war, hatte ich diesmal Glück und die Person am anderen Ende war einsichtig, dass es sich nicht lohnt 15.-/angef. 15 Min zu bezahlen um 20.- zu suchen.
Sie sagte aber, dass Sie nichts machen könne.

Also drohte ich zur Bank zu gehen um die 20.- ein zweites Mal zu bezahlen, doch diesmal von Bank zu Bank - oha - das hat gesessen.

Langer Rede kurzer Sinn. Es wurden gratis Nachforschungen in die Wege geleitet, die Problematik mit dem Eingabeformular wurde erkannt und Tags darauf erhielt ich einen Anruf, dass das Geld bei der Bank liege.
Die anschliessende Nachfrage des Bankkontobesitzers führten dann zur erfolgreichen Überweisung der 20.- (Wurde auch langsam Zeit).

Möchte hier noch erwähnen, dass schlussendlich die Bank nicht richtig reagiert hatte und nicht Yellownet (Bank hätte das Geld einfach zurückschicken sollen, dann hätte ich sowie Yellownet erkannt, dass das Geld nicht eindeutig zugeordnet werden konnte).

Merke: Fülle nie ein Onlineformular aus ohne selber genau zu wissen wie dieses aufgebaut ist und wie es funktioniert, denn Programmierer sind auch nur Menschen - auch wenn es diese Supercracks aus Indien sind. :lol:
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